Nachrichten Von CzechInvest vermittelte Investitionen schaffen über 14.000 Arbeitsplätze

26-02-2016 16:03 | Lothar Martin

Die Investitionsagentur CzechInvest hat im Jahr 2015 in Tschechien 106 neue Investitionsprojekte aus dem In- und Ausland in einem Gesamtwert von umgerechnet 1,65 Milliarden Euro vermittelt. Im Vergleich zum Jahr 2014 ist das um fast die Hälfte weniger. Dank dieser Investitionen sollen insgesamt 14.040 neue Arbeitsplätze entstehen, davon 2500 im Mährisch-Schlesischen Kreis und im Kreis Ústí nad Labem / Aussig. Dies sind zwei Regionen mit einer hohen Arbeitslosenquote, gab die Agentur CzechInvest am Freitag bekannt.

Die im vergangenen Jahr neu getätigten Investitionen wurden in 28 Fällen von tschechischen Firmen und in 78 Fällen von ausländischen Firmen getragen. Die mit fremdem Kapital unterstützten Projekte erreichten dabei ein Gesamtvolumen von fast 1,4 Milliarden Euro, das sind nahezu 85 Prozent der gesamten Investitionen. Den größten Anteil dazu steuerten Investoren aus den USA, aus Deutschland und aus Taiwan bei. Die meisten Gelder flossen schon traditionell in die Fahrzeugproduktion, des Weiteren in die metallverarbeitende, die metallurgische und die elektronische Industrie.

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Umfrage: Tschechen bewerten Merkel besonders kritisch

28-07-2016 16:02 | Till Janzer

Die Tschechen bewerten derzeit Angela Merkel von allen ausländischen Politikern und Persönlichkeiten am kritischsten. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem landete die deutsche Bundeskanzlerin auf dem letzten Platz. Weniger als 20 Prozent der Befragten sagten, sie stimmten der Politik Merkels zu. Laut Stem steht dahinter die negative Reaktion auf die deutsche Flüchtlingspolitik. 2013 genoss die Bundeskanzlerin noch die Zustimmung von 72 Prozent der tschechischen Bürger.

Derzeit am besten gelitten sind Papst Franziskus und der slowakische Premier Robert Fico. Beide werden von mehr als zwei Drittel der Tschechen positiv bewertet. 

Regierung bringt Antiterrorgesetz auf den Weg

28-07-2016 15:07 | Till Janzer

Die tschechische Mitte-Links-Regierung hat angesichts der jüngsten Anschläge in Europa eine Verschärfung der Antiterrorgesetzgebung auf den Weg gebracht. Strafbar soll bereits die Unterstützung und Propagierung von Terrorismus sein, wie das Justizministerium in Prag am Donnerstag mitteilte. Für die öffentliche Billigung eines Terroranschlags soll zwischen drei und zwölf Jahren Haft drohen. Die finanzielle und materielle Unterstützung von Terrorgruppen soll zu einem eigenen Straftatbestand werden. Die beiden Parlamentskammern, das Abgeordnetenhaus und der Senat, müssen der Novelle noch zustimmen. Die konservative Zeitung „Lidové noviny“ rief am Donnerstag in einem Leitartikel zu einer gründlichen Debatte auf und warnte vor einem leichtfertigen Eingriff in die per Verfassung garantierten Rechte und Freiheiten. 

Regierung will drei Jahre lang die Ärztegehälter erhöhen

28-07-2016 13:47 | Till Janzer

Die Gehälter von Ärzten und Krankenpflegepersonal in Tschechien steigen wahrscheinlich drei Jahre hintereinander um jeweils zehn Prozent. Das sei der Plan des Regierungskabinetts sagte Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) beim Besuch einer Klinik im südmährischen Znojmo / Znaim. Für kommendes Jahr sei die Lohnerhöhung bereits beschlossen, so Sobotka. Für 2018 und 2019 müssten die nötigen Finanzmittel noch im Haushalt gefunden werden. Die Lohnregelung soll für alle Krankenhäuser gelten, die öffentliche Träger haben. 

Drogenexperte warnt vor zunehmendem Interesse an Online-Glücksspiel

28-07-2016 12:42 | Till Janzer

Der Drogenexperte der Regierung, Jindřich Vobořil, warnt vor dem zunehmenden Interesse tschechischer Jugendlicher am Online-Glücksspiel. Das Alter der Spieler sei gesunken, so Vobořil am Donnerstag bei einer Präsentation des Jahresberichts zum Glücksspiel in Tschechien. 30 Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren hätten bereits Erfahrung mit dem Glücksspiel. Eine Beschränkung des Glücksspiels müsse daher um Maßnahmen zu Prävention und Therapie ergänzt werden, forderte der Drogenexperte.

Die Schätzungen zur Spielsucht gehen weit auseinander. Die neuesten Zahlen liegen zwischen 50.000 und 100.000 krankhaft süchtigen Spielern in Tschechien. Im Vergleich zu Drogenabhängigen sei jedoch nur ein geringer Anteil dieser Menschen bereit zu einer Therapie, sagte Jindřich Vobořil. Derzeit lassen sich 3000 Spielsüchtige hierzulande behandeln. 

Ermittlungen wegen Handels mit gefälschten Kunstwerken

28-07-2016 10:56 | Strahinja Bućan

Die Polizei in Ostrava / Ostrau ermittelt gegen drei Personen wegen Handels mit gefälschten Kunstwerken. Es handelt sich dabei um den bekannten Kunsthändler Jaroslav Fröhlich, seine Ehefrau und einen weiteren Mann. In Fröhlichs Haus bei Prag hat die Polizei zahlreiche Gemälde tschechischer Künstler gefunden, die womöglich gefälscht sind.

Der Anwalt Fröhlichs bestreitet die Verwicklung seines Mandanten in kriminelle Kunstgeschäfte. Jaroslav Fröhlich war bereits 2011 in das Visier der Ermittler geraten. Er arbeitete damals an einer Ausstellung der russischen Künstlerin Natalija Gontscharowa mit. Laut Experten war ein Teil der dort gezeigten Bilder gefälscht. 

Staat gewährt insolventem Kohleförderer OKD Millionenkredit

28-07-2016 10:36 | Strahinja Bućan

Tschechien gewährt dem insolventen Kohleförderer OKD einen Kredit von insgesamt 700 Millionen Kronen (26 Millionen Euro). Dies gab Premier Sobotka (Sozialdemokraten) auf seinem Twitter-Profil bekannt. Das Geld solle dazu dienen, den Betrieb am Laufen zu halten und die Findung eines Investors zu vereinfachen, so Finanzminister Andrej Babi3 (Partei Ano). Die konservative Opposition kritisierte den Kredit und bezeichnet ihn als Schenkung.

Der Kohleförderer OKD beantragte im Mai dieses Jahres Insolvenz. Das Unternehmen konnte seine Schulden von insgesamt 17 Milliarden Kronen (630 Millionen Euro) nicht mehr zurückzahlen. OKD betreibt zurzeit fünf Gruben im Raum Karviná / Karwin in Tschechisch-Schlesien. 

Hepatitis-A-Epidemie im Kreis Südmähren

28-07-2016 09:41 | Strahinja Bućan

Im südmährischen Kreis sind in diesem Jahr ungewöhnlich viele Fälle von Hepatitis-A-Infektionen registriert worden. Dies meldete das dortige Gesundheitsamt am Mittwoch. Demnach wurden seit Anfang des Jahres 107 Infektionen bekannt, jede Woche kommen aber an die zehn weitere dazu. Im gesamten Vorjahr waren es nur 27. Besonders betroffen ist die Kreishauptstadt Brno / Brünn.

Die meisten Infizierten sind zwischen 24 und 35 Jahre alt. Die Lebererkrankung Hepatitis-A wird durch Kontakt- oder Schmierinfektion übertragen. Die ersten Symptome sind Fieber und Gliederschmerzen, nach 14 bis 50 Tagen tritt eine Gelbfärbung der Haut und Augäpfel ein. Das Gesundheitsamt forderte die Bevölkerung auf, zur Eindämmung der Infektionen gängige Hygienestandards streng einzuhalten und sich impfen zu lassen. 

Regierung genehmigt Polizeimission in Ungarn und Makedonien

28-07-2016 09:19 | Strahinja Bućan

Tschechien entsendet erneut Polizisten nach Ungarn und Makedonien. Den Beschluss der Regierung gab Premier Sobotka (Sozialdemokraten) auf seinem Twitter-Profil bekannt. Insgesamt sollen 90 tschechische Polizisten ihre ungarischen und makedonischen Kollegen beim Grenzschutz unterstützen.

Es handelt sich dabei bereits um den vierten Auslandseinsatz tschechischer Polizisten seit Ende 2015. Bisher waren die Beamten außer in Ungarn und Makdonien, auch in Griechenland und Slowenien im Einsatz. Die jeweiligen Länder hatten wegen der hohen Belastung in der Migrationskrise um Hilfe gebeten. 

Veranstalter von Demonstrationen müssen in Zukunft an diesen auch teilnehmen

27-07-2016 19:29 | Strahinja Bućan

Wer eine Demonstration anmeldet, muss an ihr in Zukunft auch teilnehmen. So sieht es das neue Demonstrationsrecht vor, das am Mittwoch vom tschechischen Präsidenten Miloš Zeman abgesegnet wurde. Dadurch soll eine Blockade von zeitgleich geplanten Demonstrationen an demselben Ort verhindert werden.

Das neue Demonstrationsrecht hatte zuvor in Tschechien seine scharfe Debatte ausgelöst. Die Versammlungsfreiheit sei durch die neuen Bestimmungen stark eingeschränkt, hieß es aus der Opposition. 

Hauptterminal des Prager Busbahnhofs soll Neubau weichen

27-07-2016 19:01 | Strahinja Bućan

Der Immobilieninvestor Penta möchte die erst sieben Jahre alte Haupthalle des internationalen Busbahnhofs Prag-Florenc abreisen. Das Gebäude hat in dem geplanten Ensemble um den Prager Masaryk-Bahnhof aus dem Büro der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid keinen Platz, wie aus den Plänen von Penta hervorgeht. Dafür solle an gleicher Stelle ein neues Busterminal entstehen, so Ivo Mravinec, Sprecher von Penta

Mit dem jetzigen Eigentümer und Betreiber des Busbahnhofs, ČSAD Praha holding, habe es bisher keine Verhandlungen über den Verkauf gegeben, so Vertreter der ČSAD. 

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