Visegrad-Staaten wollen Militäreinheit für das Baltikum bereitstellen

Die Visegrad-Staaten könnten im Rotationsprinzip eine Armeeeinheit ins Baltikum entsenden. Die Kompanie würde an gemeinsamen Militärübungen mit den dortigen Soldaten teilnehmen. Dies teilte der tschechische Verteidigungsminister Martin Stropnický (Ano-Partei) am Mittwoch bei einem zweitägigen Treffen mit seinen Amtskollegen aus den Nato-Ländern in Brüssel mit. Wegen der russischen Politik fordern die Staaten im Baltikum bereits seit längerem, dass die Nato-Präsenz bei ihnen erhöht wird.

Stropnický sprach am Rande des Treffens in Brüssel auch mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Ashton Carter. Themen waren dabei die Aufstockung des tschechischen Armeebudgets, die Teilnahme an Nato-Einsätzen sowie der Kampf gegen die IS-Terrormiliz. Stropnický sprach mit Carter zudem über die Situation im Baltikum und die Ängste der baltischen Staaten vor Russland.