Visegrád-Staaten fordern Fahrplan für EU-Beitritt der Westbalkan-Staaten

Die vier Visegrád-Staaten, unter ihnen auch die Tschechische Republik, kritisieren, dass die Europäische Union den Ländern des Westbalkans noch keinen Termin für einen möglichen EU-Beitritt genannt hat. Der tschechische Premier Andrej Babiš (Ano-Partei) sprach sich am Donnerstag bei einem Treffen der EU mit den sechs Staaten dafür aus, einen Fahrplan für diese zu erstellen.

Am weitesten vorangeschritten sind bisher die Gespräche mit Serbien und Montenegro. Als erster möglicher Termin wird 2025 erwogen. Laut Babiš ist ein Beitritt des gesamten restlichen Balkans zur EU unter anderem aus sicherheitspolitischen Gründen sinnvoll. So ermögliche eine nachfolgende Vergrößerung des Schengen-Raums einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen, wie der tschechische Premier sagte.