Visegrád-Gruppe berät in Prag über Flüchtlingskrise

Sechs Länder – Bulgarien, Mazedonien, Polen, die Slowakei, Tschechien und Ungarn - haben sich in Prag auf die Notwendigkeit geeinigt, das zwischen der EU und der Türkei geschlossene Abkommen einzuhalten und die Bemühungen Griechenlands um sein Bleiben im Schengen-Raum zu unterstützen. Das sagte der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Montag nach dem V4-Gipfel in Prag. Die Flüchtlingskrise habe nur eine gemeinsame Lösung, so Sobotka. Die EU sollte Bulgarien und Mazedonien beim Grenzschutz mehr helfen, hieß es beim Gipfeltreffen der Visegrád-Länder und Bulgariens und Mazedoniens.

Die Regierungschefs von Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei sind am Montag in Prag zusammengekommen, um über die Flüchtlingskrise zu beraten. Bei dem Treffen der vier Visegrád-Staaten stand die sogenannte Balkanroute im Fokus. Als Gäste nahmen am Treffen zudem Mazedoniens Präsident Djordje Ivanov und der bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow teil. Überlegungen zu einer gemeinsamen Grenzwache an der mazedonischen und bulgarischen Grenze zu Griechenland hatten im Vorfeld vor allem in deutschen Medien für Kritik gesorgt.

Zugleich feierte die Visegrád-Gruppe auf dem Gipfel in Prag ihr 25-jähriges Bestehen. Das formlose regionale Bündnis wurde am 15. Februar 1991 ins Leben gerufen.