Vierte Gruppe christlicher Iraker in Tschechien eingetroffen

Eine weitere Gruppe christlicher Iraker, die auf der Flucht vor den IS-Terrormilizen sind, ist am Sonntag in Prag eingetroffen. Ursprünglich sollten 23 Menschen aus Erbil nach Prag kommen, teilte Martin Frýdl vom Stiftungsfonds „Generace 21“ mit. Der Fonds finanziert die Übersiedlung der Christen aus dem Irak nach Tschechien. Zwei Personen entschieden sich Frýdl zufolge kurz vor der Abreise im Irak zu bleiben. Insgesamt sollen 37 christliche Familien nach Tschechien kommen. Flüchtlinge, die mit der bereits vierten Gruppe von Irakern kamen, werden in Smilovice bei Třinec und in Prag untergebracht. Einer der Iraker, der IT-Experte ist und mit seiner Frau und zwei Töchtern nach Prag kam, erklärte, im Irak gebe es nur Krieg und Entführungen. Für die Christen gebe es dort keinen Ort mehr zum Leben. Das, was sich dort abspiele, könne als Genozid bezeichnet werden, so der irakische Christ. Mit der Integration wird den Irakern in Prag die Pfarrei der Heiligen Agnes helfen, deren Vertreter die Flüchtlinge auf dem Flughafen begrüßten.