Vier Verletzte nach Einsturz einer Fußgängerbrücke in Prag

Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke über die Prager Moldau sind am Samstag vier Personen verletzt worden, zwei davon schwer. Ein 60-jähriger Mann liegt im künstlichen Koma in einem Krankenhaus, eine drei Jahre ältere Frau liegt ebenso mit mehreren Verletzungen auf der Intensivstation. Zwei jüngere Männer kamen mit dem Schrecken und geringeren Schrammen davon – einer hat eine Rückenprellung, der andere verletzte sich ein Bein und das Handgelenk.

Das Unglück ereignete sich gegen 13.30 Uhr. Da brach die 260 Meter lange Betonbrücke, die den Stadtteil Troja mit der Kaiserinsel verbindet, in sich zusammen, sagte ein Sprecher der Prager Feuerwehr. An den Unglücksort wurde ein Statiker gerufen. Das städtische Verkehrsingenieur-Unternehmen Technická správa komunikací (TSK), das für die Instandhaltung der Prager Brücken zuständig ist, kam bereits 2014 zu dem Schluss, dass der Seilsteg aufgrund von Korrosion in einem brüchigen Zustand sei. Nun gilt es zu klären, wer genau für die vernachlässigte Instandhaltung verantwortlich ist.