Nachrichten Unternehmer hinterlegt Kaution in Rekordhöhe

28-01-2016 16:11 | Till Janzer

Ein wegen möglicher Steuerhinterziehung inhaftierter Unternehmer hat eine der höchsten Kautionssummen hierzulande hinterlegt. Shahram Abdullah Zadeh, ein Iraner mit tschechischem Pass, überwies 150 Millionen Kronen (5,5 Millionen Euro) an das Kreisgericht in Brno / Brünn. Zadeh soll demnächst nach 22 Monaten die Untersuchungshaft verlassen dürfen.

Die Anklage wirft dem Unternehmer vor, an der Spitze einer Gang gestanden zu haben, die den tschechischen Staat beim Handel mit Kraftstoffen betrogen hat. Der Steuerschaden soll sich auf 2,5 Milliarden Kronen (92 Millionen Euro) belaufen. Laut den Ermittlern importierte die Gang in den Jahren 2012 und 2013 mehrere Hundert Millionen Liter Kraftstoff aus Deutschland und der Slowakei. Shahram Abdullah Zadeh drohen bis zu 13 Jahre Haft.

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Fußball-Europa-League: Pilsen gegen Austria Wien, Sparta gegen Inter Mailand

26-08-2016 14:47 | Till Janzer

In der Gruppenphase der Europa League treffen die tschechischen Vereine teils auf namhafte Gegner aus Italien und England, für Meister Viktoria Pilsen kommt es zudem zum Duell mit Austria Wien. Dies hat die Auslosung am Freitag in Monako ergeben. Pilsen spielt in Gruppe E noch gegen den AS Rom sowie Astra Giurgiu aus Rumänien. Vizemeister Sparta Prag bekommt es in Gruppe K mit Inter Mailand zu tun sowie Southampton und Hapoel Beer Sheva aus Israel. Für Slovan Liberec geht es in Gruppe J gegen den AC Florenz, PAOK Saloniki und den FC Qarabag aus Aserbaidschan.

Die Gruppenphase der Europa League startet am 15. September und endet am 8. Dezember. 

Tarifpartner weiter uneins über Lohnerhöhungen für Linienbus-Fahrer

26-08-2016 13:40 | Till Janzer

Die tschechischen Tarifpartner sind weiter uneins über Lohnerhöhungen für die Fahrer von Linienbussen. Seit vielen Monaten bereits drohen die Fahrer mit Streik wegen ihrer geringen Löhne. Ein Treffen von Gewerkschaftern, Arbeitgebern und Vertretern des Arbeitsministeriums blieb am Freitag ohne Ergebnis. Die nächste Zusammenkunft ist für den 5. September geplant. Das Arbeitsministerium wolle einen letzten Vorschlag für einen Kompromiss ausarbeiten, hieß es.

Der Stundenlohn der Busfahrer liegt teils unter 100 Kronen (3,70 Euro). Die Gewerkschaften verlangen knapp ein Drittel mehr. Die Arbeitgeber haben dies jedoch als irreal bezeichnet. 

Leichtathletik: Špotáková Zweite beim Meeting in Lausanne

26-08-2016 11:26 | Lothar Martin

Nur eine Woche Olympia hat die tschechische Speerwerferin Barbora Špotáková beim Diamond-League-Meeting in Lausanne einen hervorragenden zweiten Platz belegt. Mit der Weite von 64,48 Meter musste sich die 35-Jährige nur Madara Palameika geschlagen geben. Die Lettin schleuderte den Speer um 81 Zentimeter weiter als die Bronzemedaillengewinnerin von Rio. 

Präsident Zeman: Premier Sobotka soll sich für Aufhebung der Sanktionen gegen Russland einsetzen

26-08-2016 11:13 | Lothar Martin

Präsident Miloš Zeman hat Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) erneut aufgefordert, sich für eine Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland einzusetzen. Das Staatsoberhaupt wiederholte diesen Wunsch am Donnerstag beim Agrarsalon „Země živitelka“ in České Budějovice / Budweis, hatte dies aber auch schon in den Tagen zuvor verlauten lassen. Bei der Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wies Sobotka jedoch darauf hin, dass die Erfüllung des Abkommens von Minsk die Voraussetzung sei, um die Sanktionen aufzuheben. Merkel sagte, die Sicherheitslage in der Ostukraine habe sich verschlechtert und nicht verbessert.

Vor zwei Jahren hatte die EU Sanktionen gegen Russland erlassen, als Reaktion auf die Besetzung der Krim. Russland antwortete mit einem Embargo für Agrarprodukte. 

Tennis: Kvitová im Halbfinale von New Haven

26-08-2016 10:38 | Lothar Martin

Tennisspielerin Petra Kvitová hat beim Turnier in New Haven das Halbfinale erreicht. Im Viertelfinale bezwang Kvitová die Russin Jekaterina Makarowa souverän in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:1. In der Vorschlussrunde wartet nun die Polin Agnieszka Radwanska auf die 26-jährige Tschechin.

Kvitová hat in New Haven schon einige Erfolge gefeiert. In den vergangenen fünf Jahren erreichte sie immer die Runde der besten Vier, insgesamt hat Petra Kvitová das Turnier bereits dreimal gewonnen. 

Fußball: Sparta Prag und Liberec schaffen Einzug in Europa League

26-08-2016 10:26 | Lothar Martin

In die diesjährige Saison der Fußball-Europa League wird Tschechien mit drei Mannschaften an den Start gehen. Das hat die Play-off-Runde in der Qualifikation zu beiden europäischen Wettbewerben ergeben. Nach dem Scheitern von Viktoria Pilsen in der Qualifikation zur Champions League am bulgarischen Vertreter Ludogorez Rasgrad wurde der tschechische Meister automatisch in die Europa League „zurückgestuft“. Am Donnerstagabend gelag auch Sparta Prag und Slovan Liberec der Sprung in die Gruppenphase der Europa League geschafft. Slavia Prag indes schied aus.

Die überzeugendste Vorstellung bot der FC Slovan Liberec. Die Nordböhmen bezwangen den zypriotischen Verein AEK Larnaca durch drei Tore von Jung-Nationalspieler Jan Sýkora mit 3:0. Vor einer Woche hatten die Neißestädter bereits das Hinspiel mit 1:0 gewonnen. Sparta Prag indes kam mit einem blauen Auge davon. Nach dem 0:0 beim dänischen Außenseiter Sønderjyske lagen die Hauptstädter vor eigenem Publikum nach 40 Spielminuten 0:2 im Rückstand. Die kraftraubende Aufholjagd wurde letztlich aber noch gekrönt: Verteidiger Jakub Brabec köpfte den Ball nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zum siegbringenden 3:2 (85.) ein. Slavia Prag hingegen war zweimal chancenlos. Wie im Hinspiel in Prag verloren die Rot-Weißen auch in Brüssel gegen den RSC Anderlecht mit 0:3. 

Merkel lobt Tschechien für Wirtschaftsleistung – Industrie 4.0 nun Chefsache

26-08-2016 09:58 | Lothar Martin

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Tschechischen Republik zu ihren wirtschaftlichen Leistungen gratuliert. Sie habe ihm gegenüber die ökonomischen Ergebnisse, das Wachstum und die niedrige Arbeitslosigkeit gelobt, sagte Außenminister Lubomír Zaorálek (Sozialdemokraten) vor Journalisten. Merkel habe zudem hervorgehoben, Tschechien sei ein Land, dass man durchaus als ein Bespiel für wirtschaftliche Erfolg preisen könne.

Bei ihrem Treffen mit Amtskollegen Bohuslav Sobotka vereinbarte Merkel zudem, dass beide Länder verstärkt im Bereich Industrie 4.0 zusammenarbeiten werden. Im Anschluss an die Gespräche unterzeichneten die Technische Universität Prag (ČVUT) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Anwesenheit beider Regierungschefs die Kooperationsvereinbarung. Der Präsident der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK), Axel Limberg, zeigte sich erfreut, dass die Industrie 4.0 in beiden Nachbarländern nun Chefsache sei. 

Präsident Zeman: Deutsche Willkommenskultur können andere EU-Länder nicht mittragen

26-08-2016 09:41 | Lothar Martin

Staatspräsident Miloš Zeman hat bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutsche Flüchtlingspolitik kritisiert. Insbesondere wandte sich Zeman gegen die Quotenregelung zur Aufteilung der Flüchtlinge in den EU-Staaten. Laut einem Sprecher betonte Zeman, dass Deutschland illegale Migranten willkommen geheißen habe. Das Nachbarland dürfe aber die Verantwortung nun nicht mittels Flüchtlingsquoten auf andere Länder abwälzen, die die Migranten nicht eingeladen hätten.

Nach dem Treffen mit Zeman nahm Merkel an einem abschließenden Abendessen mit hochgestellten tschechischen Politikern teil. Dabei standen Themen wie Steuerflucht, die Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland und die aktuelle Lage in der Ukraine im Vordergrund. 

Senatoren starten neuen Versuch zur Lockerung des Alkoholverbots für Radfahrer

25-08-2016 19:06 | Lothar Martin

Radfahrer, die auf örtlichen Fahrradwegen verkehren, sollen womöglich in Zukunft nicht mehr bestraft werden, wenn sie unter geringfügigem Alkoholeinfluss unterwegs sind. Dies geht aus einem Gesetzentwurf von 20 Senatoren hervor, der am Donnerstag in der oberen Kammer des Parlaments ohne Abstriche durchgewinkt wurde. Über die Durchsetzung der Novelle muss jedoch noch das Abgeordnetenhaus entscheiden.

In Tschechien gilt seit Jahren eine Alkohol- Nulltoleranz bei Fahrten aller Art im öffentlichen Straßenverkehr. Dieses Gesetz zu kippen, ist bisher noch niemandem gelungen. Erst im Vorjahr scheiterte der Vizechef des Oberhauses, Sozialdemokrat Zdeněk Škromach, mit einem ähnlichen Vorschlag im Parlament. Auch diesmal steht er an der Spitze der Nulltoleranz-Gegner. Der Entwurf der Senatoren sieht vor, dass Radfahrer, die auf Radwegen oder auf Dorfstraßen mit bis zu 0,8 Promille Blutalkohol unterwegs sind, nicht belangt werden. Diese Obergrenze wurde nach österreichischem Vorbild gewählt. Sollte es zur Lockerung des absoluten Alkoholverbots am Fahrradlenker kommen, dürften Radler künftig bei ihren Touren auch ein, zwei Gläser Bier oder Wein trinken. 

Kanzlerin-Gegner in Prag: „Merkel und Islam raus“ – Unterstützung gering

25-08-2016 18:24 | Lothar Martin

Bei ihrem Kurzbesuch in Prag wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel alles andere als begeistert empfangen. In der Innenstadt fanden mehrere Demonstrationen ihrer Anhänger und Gegner statt, wobei die Zahl der Ablehner ihrer Flüchtlingspolitik überwog. Die größte Kundgebung mit zirka 200 Zuwanderungsgegnern fand unweit des Regierungsgebäudes statt, in dem sich Merkel mit Premier Sobotka getroffen hat. Sie empfingen die Kanzlerin mit einem Pfeifkonzert und Rufen wie „Merkel muss weg“. Auf Transparenten, die in Tschechisch, Deutsch oder Englisch geschrieben waren, taten sie ihre Meinung eindeutig kund. Darauf war unter anderem zu lesen: „Das ist keine Xenophobie. Der Islam gehört nicht zu Europa“ oder „Merkel und Islam raus“.

Unweit des Regierungsamtes, dessen Zufahrt weiträumig abgesperrt war, ließen sich auch Merkels Fürsprecher blicken. Die indes nur kleine Gruppe von rund 15 Personen empfing die Kanzlerin mit EU-Flaggen und Begrüßungsspruchbändern in deutscher Sprache. Von den Merkel-Gegnern wurden die Unterstützer um den Linksaktivisten Tomáš Peszyńský als „Verräter“ oder „Faschisten“ beschimpft. Die Gruppe reagierte mit Sprechchören wie „Es lebe Merkel, es lebe Europa“.

Zuwanderungsgegner und Rechtspopulisten hatten zu sechs Kundgebungen aufgerufen. Den Informationen der Polizei zufolge verliefen die Demonstrationen insgesamt normal, es gab keine Ausschreitungen. 

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