UN-Menschenrechtskommissar kritisiert Tschechen wegen Roma und Zwangssterilisierung

Der Hohe Kommissar für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, Seid al-Hussein, hat Tschechien scharf kritisiert. Vor allem bemängelte der Diplomat die Lage der Roma in Tschechien sowie die Zwangssterilisation von Sexualstraftätern. Zudem rief er Prag zu einer Entschädigung von zwangssterilisierten Roma-Frauen auf.

Seid al-Hussein stellte am Mittwoch in Genf den alljährlichen Menschenrechtsbericht der UN vor. In Tschechien sei er vor allem wegen der Diskriminierung von Roma höchst unzufrieden, so der Jordanier. Besonders problematisch sei die Segregation von Roma-Kindern in den Schulen.