Tschechien will in weiterer Phase von Pesco mehrere Projekte leiten

Die Tschechische Republik wird ihren Partnern in der EU schon bald mindestens drei neue Projekte für die Ständige strukturierte militärische Zusammenarbeit (kurz: Pesco) anbieten. Das sagte die geschäftsführende Verteidigungsministerin Karla Šlechtová am Dienstag nach dem Treffen mit ihren europäischen Amtskollegen in Brüssel. Die Verteidigungsminister der 27 EU-Staaten haben bei ihrer Zusammenkunft unter anderem die ersten 17 Projekte bestätigt, die beim Beginn der Kooperation im vergangenen Dezember beschlossen wurden. Nun beginnen die intensiven Verhandlungen über die konkrete Form der Projekte, hieß es.

Gleichzeitig wurden die weiteren Phasen von Pesco erörtert. Und da wollen die Tschechen tonangebend sein bei der Durchführung weiterer Projekte. Ministerin Šlechtová zufolge könne Tschechien bereits drei neue Projekte anbieten. Dies seien der Austausch von Ausbildungskapazitäten für die Nutzung des passiven Radarsystem „Věra“, eine Ausbildung für den Umgang mit chemischen Kampfmitteln sowie die Nutzung der Kapazitäten für die Ausbildung von Düsenflugzeug-Piloten.

An der ständigen militärischen Zusammenarbeit beteiligen sich neben Tschechien 24 weitere EU-Länder. Sie soll mittelfristig zum Aufbau einer echten europäischen Verteidigungsunion führen.