Nachrichten Tschechien und China schließen Vertrag über strategische Zusammenarbeit

29-03-2016 14:14 aktualisiert | Markéta Kachlíková

Tschechien und China haben am Dienstag einen Vertrag über strategische Zusammenarbeit abgeschlossen. Die Staatspräsidenten, Miloš Zeman und Xi Jinping haben ihn am Vormittag auf der Prager Burg unterzeichnet. Minister der tschechischen Regierung und ihre Amtskollegen signierten daher Verständigungserklärungen unter anderem im Industrie-, Verkehrs-, Gesundheits- und Bildungsbereich.

Die Investitionen chinesischer Firmen in Tschechien erreichen in diesem Jahr 95 Milliarden Kronen (3,52 Milliarden Euro). Der tschechische Fahrzeughersteller Škoda Auto soll in China 60 Milliarden Kronen (2,22 Milliarden Euro) innerhalb von fünf Jahren investieren. Zeman gab dies nach seinem Treffen mit Xi Jinping bekannt. Er wünsche, dass die Tschechische Republik ein Eingangstor für China in die EU werde, erklärte Zeman. Nach der Meinung von Xi Jinping sollten China und Tschechien ihre pragmatische Zusammenarbeit vertiefen und die gegenseitige Verbindung stärken.

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Restaurierung der Staatsoper: Sieben Firmen legen Angebot vor

23-07-2016 10:22 | Till Janzer

Sieben Firmen haben ein Angebot geschickt für die Restaurierung der Staatsoper in Prag. Dies berichtete die Presseagentur ČTK. Das Gebäude im Stil der Neorenaissance soll bis 2018 erneuert werden, die Kostenschätzung beläuft sich auf eine Milliarde Kronen (37 Millionen Euro). Über den Sieger der öffentlichen Ausschreibung entscheidet eine Kommission, die von der tschechischen Regierung eingesetzt wurde. Die Arbeiten sollen 27 Monate dauern, die Aufführungen der Staatsoper werden deswegen an andere Orte verlegt. Die Wiedereröffnung des Gebäudes ist für 2018 geplant.

Die Staatsoper hat ihren Sitz im Gebäude des früheren Neuen Deutschen Theaters. Dieses wurde 1886 bis 1887 errichtet. Die Pläne hatte ein Wiener Architektenbüro angefertigt. 

Angriff in München: Tschechien zieht Polizeistreifen aus Grenzgebiet wieder ab

23-07-2016 10:16 aktualisiert | Till Janzer

Die tschechische Polizei hat die zusätzlichen Streifen aus dem Grenzgebiet zu Deutschland wieder abgezogen. Nach den neuesten Informationen aus Bayern über den Angriff in München seien weitere Kräfte nicht mehr nötig, sagte Innenminister Milan Chovanec (Sozialdemokraten) am Samstagvormittag in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks. Am Freitag war die deutsche Polizei noch von drei flüchtigen Attentätern in München ausgegangen. Mittlerweile ist jedoch klar, dass ein Einzeltäter – ein 18-jähriger Deutsch-Iraner am Münchner Olympia-Einkaufszentrum getötet hatte. Nichtsdestotrotz trifft sich Innenminister Chovanec am Samstagvormittag mit Vertretern der tschechischen Nachrichtendiensten in Prag, um die Lage zu bewerten.

Währenddessen teilte das tschechische Außenministerium mit, dass keine tschechischen Staatsbürger bei dem Angriff in München getötet oder verletzt wurden. Bei dem Amoklauf des jungen Manns am frühen Freitagabend in und am Münchner Olympia-Einkaufszentrum sind neun Menschen ums Leben gekommen, 16 weitere wurden verletzt. Laut den Angaben der deutschen Polizei beging der Angreifer danach Selbstmord. 

Unzufrieden mit rigider Flüchtlingspolitik: Abgeordnete verlässt Partei Ano

22-07-2016 18:48 | Till Janzer

Aus Unzufriedenheit mit der rigiden Flüchtlingspolitik der tschechischen Regierung hat die Abgeordnete Kristýna Zelienková die Partei Ano verlassen. Dies schreibt die Presseagentur ČTK. Die 41-jährige Politikerin kündigte auf ihrem Facebook-Profil an, kommende Woche ihre Entscheidung näher zu erläutern.

Im vergangenen Herbst hatte Kristýna Zelienková beklagt, dass sich die Regierung in der Flüchtlingskrise meist negativ äußere. Es fehlten positive Vorschläge und der Wille zum Kompromiss innerhalb Europas. 

Polizeipräsident beim Rasen erwischt

22-07-2016 17:32 | Till Janzer

Polizeipräsident Tomáš Tuhý ist beim Rasen erwischt worden. Der ranghöchste Polizist in Tschechien ging seinen Kollegen ins Netz, als er in Ostrava / Ostrau mit seinem Dienstwagen deutlich zu schnell fuhr. Er sei bereit, vollumfänglich zusammenzuarbeiten und wie jeder Bürger die Folgen zu tragen, teilte der 44-Jährige am Freitag mit. Mit welchem Tempo er unterwegs war, wollte er nicht preisgeben. Ein Verfassungsrichter des Landes, der mit 96 Kilometern pro Stunde innerorts unterwegs war, kam derweil ungestraft davon. Der „Rekordmann“, wie ihn die Polizei nannte, ist durch Immunität geschützt. 

Das Wetter am Samstag, 22. Juli

22-07-2016 16:50 | Till Janzer

Am Samstag ist es in Tschechien heiter bis wolkig. Vor allem im Südwesten des Landes sind örtliche Schauer oder Gewitter möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei Werten zwischen 25 und 29 Grad Celsius, im Südosten bis zu 31 Grad. In Höhenlagen um 1000 Meter werden maximal 21 Grad Celsius erreicht. 

Flüchtlingskrise: Innenministerium will erneut Polizisten nach Ungarn schicken

22-07-2016 16:08 | Till Janzer

Wegen der Flüchtlingskrise will das Innenministerium erneut 50 tschechische Polizisten zum Grenzschutz nach Ungarn schicken. Zudem soll der Einsatz von 40 weiteren Polizeibeamten in Mazedonien verlängert werden. Sie sollen bis 11. September bleiben. Über einen entsprechenden Vorschlag will Innenminister Milan Chovanec in der kommenden Woche das Regierungskabinett abstimmen lassen. Dies schrieb der Sozialdemokrat über den Kurznachrichtendienst Twitter. Laut Chovanec haben Ungarn und Mazedonien selbst um die Entsendung der Polizisten gebeten.

Seit Ende vergangenen Jahres waren tschechische Polizeibeamte bereits zu neun Einsätzen im Ausland. Neben Mazedonien handelte es sich um Slowenien, Griechenland und Ungarn. 

Messerattacke in Prager Einkaufszentrum – Opfer zufällig ausgesucht

22-07-2016 15:01 | Till Janzer

Nach einer tödlichen Messerattacke auf eine Frau in einem Prager Einkaufszentrum geht die tschechische Polizei davon aus, dass das Opfer zufällig ausgewählt wurde. Die 54-Jährige war am Donnerstag beim Einkaufen in einem Warenhaus im Stadtzentrum erstochen worden. Die mutmaßliche Täterin sei wenige Stunden zuvor aus der Psychiatrie entlassen worden, teilte eine Polizeisprecherin am Freitag mit. Die Waffe habe sie sich direkt in dem Geschäft besorgt, sagte die Beamtin. Die 33-Jährige hätte die Klinik am Morgen in stabilisiertem Zustand verlassen, stellte ein Sprecher der Psychiatrie klar. Erst vor einem Jahr hatte ein Mann mit psychischen Problemen in Tschechien eine junge Bibliothekarin mit einem Messer umgebracht. 

Verkehrsminister plant 16 sichere Schwimmbereiche auf Moldaustauseen

22-07-2016 13:59 | Till Janzer

Die Stauseen der Moldau sollen sicherer werden für Schwimmer. Auf den Seen Orlík und Slapý entstehen deswegen insgesamt 16 umgrenzte Schwimmbereiche. Dies hat Verkehrsminister Dan Ťok (parteilos) entschieden. Hintergrund ist ein tödlicher Unfall vor knapp zwei Wochen, bei dem ein Jet-Ski in ein Ruderboot raste. Eine junge Frau kam dabei ums Leben. In den geplanten Schwimmbereichen sollen keine Motorboote fahren dürfen, zudem müssen sie in einer 50 Meter breiten Sicherheitszone die Geschwindigkeit auf zehn Stundenkilometer drosseln. 

Europäische Kommission verklagt Tschechien wegen Sondermülls, der in Polen lagert

22-07-2016 12:57 | Till Janzer

Die Europäische Kommission hat Tschechien wegen Sondermülls verklagt, der in Polen lagert. Es handelt sich um 20.000 Tonnen eines Gemischs aus den Öllagunen in Ostrava / Ostrau, die nach Katowice gebracht wurden. Die tschechischen Behörden haben das Gemisch als Brennstoff deklariert und verweigern die Rücknahme. Sie verweisen auf eine Registrierung bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Die Europäische Kommission hat sich aber der Meinung Warschaus angeschlossen und hält das Gemisch für gefährlichen Abfall. Da Tschechien die Rücknahme verweigere, sei man vor den Gerichtshof der EU gezogen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommission vom Freitag. 

Tschechien hat 2015 rund 250 Mio. Euro aus EU-Fonds nicht genutzt

22-07-2016 11:38 | Lothar Martin

Die Tschechische Republik hat im vergangenen Jahr 6,8 Milliarden Kronen (ca. 250 Millionen Euro) aus EU-Fonds nicht genutzt. Das gab die Ministerin für Regionalentwicklung, Karla Šlechtová (parteilos), am Freitag bekannt. Ihr Ressort ist für die Nutzung europäischer Gelder verantwortlich. Im Januar hatte das Ministerium noch mit einer schlechteren Ausschöpfungsquote gerechnet. Damals nannte Šlechtová 10 Milliarden Kronen, und zu Mitte vorigen Jahres sogar bis zu 36 Milliarden Kronen. 

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