Nachrichten Tschechien schließt Handelsverträge mit Iran

17-01-2016 17:54 | Till Janzer

Nur einen Tag nach der Aufhebung der Sanktionen des Westens gegen den Iran hat Tschechien mehrere Handelsverträge mit Teheran geschlossen. Bei seinem Besuch im Iran unterzeichnete Industrie- und Handelsminister Jan Mládek (Sozialdemokraten) zusammen mit dem iranischen Minister für Finanzen und Wirtschaft, Ali Tayebnia, ein Abkommen ein bilaterales Wirtschaftsabkommen. Zudem einigten sich der tschechische Industrie- und Verkehrsverband und die Handelskammer in Teheran auf eine Zusammenarbeit. Ein drittes Abkommen betrifft die Lieferung von 250 Traktoren der Brünner Firma Zetor an das Maschinenbau-Unternehmen Tondak Tiz. Der Wert des Auftrags beläuft sich auf fünf Millionen Euro.

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Regierung vereinfacht Ausbildung für Krankenschwestern

27-06-2016 11:16 | Markéta Kachlíková

Die Regierung hat auf ihrer Sitzung am Montag eine Gesetzesänderung zur Ausbildung von Krankenschwestern gebilligt. Demensprechend sollen sie künftig nach einer Fachschule mit dem Abitur und einem Jahr Studium an einer höheren Fachschule volle Qualifizierung erreichen. Das Modell 4+1 ersetzt das geltende System, bei dem die Krankenschwestern nach dem Abitur noch ein dreijähriges Bachelor-Studium absolvieren müssen. Das Ziel des Kabinetts ist es, die Zahl von Krankenschwestern zu erhöhen und sie möglichst schnell in die Praxis zu bringen. Laut Premier Bohuslav Sobotka handelt es sich um einen „weiteren wichtigen Schritt zur Stabilisierung des Gesundheitswesens“. 

Zaorálek warnt beim Außenminister-Treffen vor übereilter EU-Integration

27-06-2016 10:59 | Markéta Kachlíková

Der Austritt Großbritanniens kann nach der Meinung von Tschechiens Außenminister Lubomír Zaorálek (Sozialdemokraten) eine weitere Entwicklung der Europäischen Union nicht stoppen. Zaorálek sagte dies nach dem Treffen von sechs EU-Außenministern am Montag in Prag. Eine übereilte Integration wäre ihm zufolge eine schlechte Antwort auf den Brexit. Ebenso schlecht wäre zu tun, als ob nichts geschehen wäre, so Zaorálek. Die Außenminister aus den vier Visegrád-Ländern sowie der deutsche Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault trafen am Montag in Prag zusammen, um über die Folgen des Neins der Briten zur EU zu beraten. 

Regierung errichtet Brexit-Arbeitsgruppe

27-06-2016 10:42 | Markéta Kachlíková

Die tschechische Regierung hat die Errichtung einer Arbeitsgruppe zum Brexit gebilligt. Sie soll die Position der Tschechischen Republik und ihre Prioritäten für die Verhandlungen mit Großbritannien über deren Austritt aus der EU definieren. Dies teilte Premier Bohuslav Sobotka im Laufe der Kabinettssitzung am Montag mit. Der Staatssekretär für Europa-Angelegenheiten Tomáš Prouza soll die Gruppe leiten, berichtete die Presseagentur ČTK. Die Minister billigten weiter das Mandat, mit dem Premier Bohuslav Sobotka zum EU-Gipfel zum Brexit nach Brüssel reisen soll. 

Sobotka: Europa muss dem Nationalismus Stirn bieten

27-06-2016 09:27 | Markéta Kachlíková

Europa erlebt nach der Meinung von Premier Bohuslav Sobotka eine Welle von Separatismus und Nationalismus. Der tschechische Regierungschef sagte dies in einem Interview gegenüber dem österreichischen Blatt Der Standard am Wochenende. Die EU müsse flexibler und weniger bürokratisch werden, um einer neuen Welle von Nationalismus die Stirn zu bieten, mahnte Sobotka. Er erwartet eine neue Etappe der europäischen Integration. Wenn Europa seine Bedeutung behalten wolle, sollte es nicht anfangen, sich zu spalten und dadurch selbst zu schwächen. Trotzdem sei die Entscheidung nicht das Ende der Welt – und auch nicht das Ende der EU, führte er an. Er glaube, es gebe eine ganze Reihe von starken Argumenten dafür, mit dem europäischen Projekt fortzufahren. Unter anderem deshalb, weil die EU die beste Versicherung dagegen sei, dass sich die Gräuel des 20. Jahrhunderts wiederholen. 

V4-Außenminister und Steinmeier beraten in Prag über Folgen des Brexit

27-06-2016 08:56 | Markéta Kachlíková

Die Außenminister aus den Visegrád-Ländern sowie der deutsche Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault treffen am Montag in Prag zusammen. Hauptthemen ihrer Beratungen sind die Folgen des Neins der Briten zur EU und der am Dienstag anstehende EU-Gipfel in Brüssel. Der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek will dem tschechischen Premier vor dem EU-Gipfel vorschlagen, sich dafür einzusetzen, dass der Rest Europas zusammenzuhalte, dass man nach keiner umfangreichen Integrationsinitiative greife und sich auf praktische Fragen konzentriere. Dazu gehören die Beschäftigung, Chancengleichheit, Verhinderung weiterer Finanzkrisen und Sicherheitsfragen. Zaorálek sagte dies in einem Interview gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen am Sonntag. Außerdem solle man darüber sprechen, wer in der EU für den Austritt Großbritanniens Verantwortung trage, ergänzte der Außenminister. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sei derzeit „nicht der richtige Mann an seiner Stelle“, sagte Zaorálek in einer Fernsehdebatte. 

Wetter am Montag: bewölkt, bis 23 Grad

26-06-2016 18:03 | Markéta Kachlíková

Am Montag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, anfangs auf dem meisten Gebiet mit Regen oder Regenschauern. Am Nachmittag klart es mit Ausnahme des nordwestlichen Teils des Landes auf. Die höchsten Temperaturen steigen auf 19 bis 23 Grad. In Höhenlagen um 1000 Meter erreichen die höchsten Werte 15 Grad Celsius. 

Kanute Fuksa holt vierten EM-Titel nacheinander über 500 Meter

26-06-2016 18:01 | Markéta Kachlíková

Der tschechische Kanute Martin Fuksa hat zum vierten Mal nacheinander den Europa-Meistertitel über 500 Meter geholt. Bei den Europameisterschaften in Moskau verteidigte er am Sonntag Gold vom letzten Jahr in dieser nichtolympischen Disziplin. Er setzte sich mit einem Vorsprung von über 2 Sekunden vor dem Russen Michail Pawlow und vor Oleg Tarnovschi aus Moldawien. Bereits am Samstag erkämpfte Fuksa Bronze im Einzelrennen über 1000 Meter. Dank den gewonnenen Medaillen fühle er sich stark, aber er hoffe, bei den olympischen Spielen noch stärker zu sein, sagte der Kanurenner am Sonntag. 

Tschechien soll an ESA-Weltraumprogrammen Ariane und Vega teilnehmen

26-06-2016 17:45 | Markéta Kachlíková

Tschechien soll sich nach Angaben der Presseagentur ČTK dem prestigevollen Programm der Trägerraketen Ariane und Vega der Europäischen Weltraumagentur (ESA)anschließen. Tschechische Firmen und Forscher sollen sich an der Entwicklung, an Proben und an der nachfolgenden Serienproduktion der Teile für das Trägersystem Ariane 6 beteiligen. Dem Beitritt Tschechiens zum Programm müssen noch andere ESA-Staaten zustimmen, die sich daran bereits beteiligten, teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums mit. Finanzminister Andrej Babiš habe bereits finanzielle Unterstützung für das Programm versprochen. Er wolle die Orientierung der Tschechischen Republik an der Flug- und Weltraumindustrie fördern, so Babiš gegenüber der Agentur ČTK. 

In Ležáky wurde der Opfer des Massakers von 1942 gedacht

26-06-2016 17:24 | Markéta Kachlíková

Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag der Opfer des Massakers von Ležáky durch die Nazis vor 74 Jahren gedacht. An der Gedenkveranstaltung am Ort der früheren Gemeinde nahmen auch hochgestellte tschechische Politiker teil. Der Abgeordnetenhausvorsitzende Jan Hamáček (Sozialdemokraten) bezeichnete Ležáky als einen tragischen Ort, der vor 74 Jahren vom ungeheuren Unheil betroffen worden sei. Am 24. Juni 1942 wurde das Dorf in einem Racheakt für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich niedergebrannt. Über 50 erwachsene Bewohner der Siedlung wurden ermordet, Kinder wurden verschleppt. 

Zahl der Straftaten in Tschechien ist rückläufig

26-06-2016 16:12 | Markéta Kachlíková

Die Zahl der Straftaten in Tschechien ist seit den letzten Kreiswahlen im Jahr 2012 zurückgegangen. Wie die Nachrichtenagentur ČTK am Sonntag berichtet hat, habe die Polizei im vergangenen Jahr insgesamt etwa 248.000 Straftaten registriert. Dies sei gegenüber dem Jahr 2012 um 56.000 Straftaten weniger. Einen leichten Anstieg gab es nur 2013, in Folge der Amnestie von Ex-Präsident Václav Klaus. Die Zahl der aufgeklärten Straftaten stieg auf 50,9 Prozent. Von der Kriminalität am schlimmsten betroffen war im vergangenen Jahr die Hauptstadt mit 64.000 Straftaten. Ein Viertel davon konnte aufgeklärt werden. Unter den Regionen herrscht die schlimmste Lage in Nordböhmen, das heißt in den Kreisen Ústí nad Labem / Aussig und Liberec / Reichenberg. Dort wurden im vergangenen Jahr ungefähr 25 Delikte je 1000 Einwohner registriert. Die geringste Zahl gab es dagegen im Kreis Pardubice, und zwar 13 Straftaten je 1000 Einwohner. 

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