Tschechien scheitert in Luxemburg mit Berufung gegen Diag Human

Laut dem Obersten Gerichtshof in Luxemburg muss Tschechien dem Unternehmen Diag Human eine Entschädigung von 13,5 Milliarden Kronen (517 Millionen Euro) zahlen. Prag sei bereits Ende Juni in einem Berufungsverfahren gegen die Ansprüche des Blutplasma-Herstellers gescheitert, wie das Justizministerium nun gegenüber dem Nachrichtenportal hlidacipes.cz bestätigte. Man erwäge weitere rechtliche Schritte vor internationalen Instanzen, heißt es dazu aus dem Ressort.

Diag Human war Anfang der 1990er Jahre vom tschechischen Markt mit Blutplasma verdrängt worden. Zuvor hatte die Firma des schweizerisch-tschechischen Unternehmers Josef Šťáva insgesamt 30 Kliniken hierzulande beliefert.