Nachrichten Tschechien macht reflektierende Kleidung auf Landstraßen zur Pflicht

28-01-2016 17:51 | Till Janzer

Fußgänger sind in Tschechien künftig in bestimmten Situationen verpflichtet, reflektierende Kleidung, Bänder oder Warnwesten zu tragen. Die neue Vorschrift gilt auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften bei Nebel sowie bei Dunkelheit. Präsident Miloš Zeman unterzeichnete am Donnerstag eine entsprechende Gesetzesänderung. Bei Nichtbeachtung drohen Geldstrafen von bis zu 2500 Kronen (92 Euro). Verkehrsminister Dan Ťok begründete die Änderung damit, dass Autofahrer sehr leicht Fußgänger übersähen. Die neue Regelung tritt im Lauf des Februars in Kraft. In einer Übergangszeit soll die Polizei über die Vorschrift informieren und Reflexbänder in der Bevölkerung verteilen. Zudem läuft eine Infokampagne unter dem Motto „Sehen wir uns?“ an.

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Tschechische Soldaten bei EU-Battlegroup unter deutschem Kommando

01-07-2016 17:15 | Till Janzer

Tschechische Soldaten haben sich den EU-Krisenreaktionskräften unter deutschem Kommando angeschlossen. Die 250 Armeeangehörigen stehen damit im kommenden halben Jahr für mögliche Soforteinsätze in Krisenregionen bereit. Die Gesamtstärke dieser sogenannten EU-Battlegroup liegt bei 3600 Soldaten. Diese kommen außer aus Tschechien und Deutschland noch aus Österreich, Kroatien, Irland, den Niederlanden und Luxemburg.

Die EU-Battlegroup ist rein europäisch und nicht in Nato-Strukturen eingebunden. Sie wird immer von mehreren Staaten aufgestellt. Im vergangenen Jahr bestand erstmals eine Battlegroup nur der vier Visegrád-Staaten. 

Jiří Rusnok ist neuer Gouverneur der Tschechischen Nationalbank

01-07-2016 16:22 aktualisiert | Strahinja Bućan

Das bisherige Bankenratsmitglied Jiří Rusnok hat am Freitag sein Amt als Gouverneur der Tschechischen Nationalbank angetreten. Rusnok übernimmt die Nachfolge von Miroslav Singer. Dieser darf nach sechs Jahren keine zweite Amtszeit ausüben.

Der 55-jährige Rusnok ist der insgesamt vierte Gouverneur der höchsten tschechischen Finanzinstitution. Rusnok hat sich vor allem durch seine politische Karriere einen Namen gemacht. So war er beispielsweise Interims-Premier nach dem Scheitern der Regierung von Petr Nečas im Jahr 2013. 

Staatspräsident Zeman befürwortet EU-Referendum

01-07-2016 15:31 | Till Janzer

Staatspräsident Miloš Zeman befürwortet eine Volksbefragung über die EU-Mitgliedschaft Tschechiens. Er sei zwar nicht für einen Austritt aus der Europäischen Union, so Zeman. Er würde aber alles tun, damit ein Referendum stattfinde, in dem alle ihre Meinung sagen könnten, sagte das Staatsoberhaupt bei einer Begegnung mit Bürgern in der Stadt Velké Meziříčí / Groß Meseritsch. Ein Regierungssprecher wies Zemans Idee zurück. Die Regierungskoalition plane keine Schritte, die Tschechiens Mitgliedschaft in der EU oder Nato anzweifeln könnten, teilte der Sprecher mit.

Im Juni 2003 hatten sich 77 Prozent der Tschechen für den EU-Beitritt des Landes zum 1. Mai 2004 ausgesprochen, nur 23 Prozent waren dagegen. Die Beteiligung lag damals bei 55 Prozent. 

Volleyball: Tschechien verliert in Weltliga gegen Südkorea

01-07-2016 14:12 | Till Janzer

Die tschechischen Volleyballspieler haben beim dritten Turnier der Weltliga einen schlechten Start erwischt. In Seoul unterlagen sie den südkoreanischen Gastgebern mit 0:3. Tschechien muss daher um die Teilnahme am Turnier der Final Four in Deutschland bangen. Um das Ziel zu erreichen, müssen die Schützlinge von Coach Miguel Angel Falasca am Samstag die Niederländer schlagen und am Sonntag die Ägypter.

Derzeit belegt Tschechien in der Tabelle der zweiten Division der Weltliga nur Platz sechs. Von den zwölf teilnehmenden Ländern kommen jedoch nur die drei besten weiter. 

Prag: Kleinseitner Platz seit Freitag ohne Autos

01-07-2016 12:56 | Till Janzer

Vom Kleinseitner Platz (Malostranské náměstí) in Prag verschwinden die Autos. Am Freitag wurde der dortige Parkplatz aufgelöst. In Zukunft soll der Platz für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden können. Die Prager Stadtführung veranstaltete dazu am Freitag ein informelles Frühstück mit Bürgern. Andernorts auf der Welt sei es normal, dass die Innenstädte den Einwohnern gehörten, so Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (Partei Ano). Der Kleinseitner Platz soll nun attraktiver gestaltet werden, unter anderem soll er mehr Grün erhalten.

Der Parkplatz auf dem Kleinseitner Platz wurde unter anderem von tschechischen Parlamentariern genutzt. Einige von ihnen haben in den vergangenen Wochen kritisiert, dass der Parkplatz dort verschwinden soll. 

Europarat kritisiert Lage der Roma in Tschechien

01-07-2016 10:58 | Strahinja Bućan

Die Benachteiligung von Roma-Kindern ist weiterhin ein Problem im tschechischen Schulsystem. Dies geht aus einem Bericht des Europarats zur Lage der Roma hervor. Zudem werden die Mitglieder der Minderheit in vielen weiteren Lebensbereichen immer noch stark diskriminiert. Tschechien mache zwar Fortschritte, jedoch reichten diese bei weitem nicht aus, so Thorbjørn Jagland, Generalsekretär des Europarats.

Problematisch sei in Tschechien vor allem die Einschulungspolitik gegenüber Roma-Kindern, hieß es. Diese besuchen unverhältnismäßig oft sogenannte praktische Schulen, weil sie als nicht geeignet für Regelschulen eingestuft werden. Zudem kritisiert der Europarat die Wohnsituation vieler Roma-Familien. 

Patentamt für die Visegrád-Staaten nimmt seine Arbeit auf

01-07-2016 10:17 | Strahinja Bućan

Für tschechische Firmen und Erfinder wird es ab jetzt einfacher, internationale Patente anzumelden. In Budapest hat am Freitag das Patentamt für die Visegrád-Staaten (VPI) seine Arbeit aufgenommen. Tschechische Interessenten können somit nicht nur internationale Patente auf Grundlage des Patentzusammenarbeitsvertrag (PCT) anmelden, sondern bekommen auch juristische Unterstützung in entsprechenden internationalen Verfahren. Zudem dürften die Kosten für ein Patent für tschechische Firmen um bis zu 37 Prozent niedriger ausfallen.

Bisher war die Anmeldung von internationalen Patenten nur beim Europäischen Patentamt in München möglich. Beobachter sagen, dies habe bisher viele tschechische Unternehmer abgeschreckt. Im europäischen Vergleich liegt Tschechien daher bisher weit zurück. 

Norwegen: Michaláková verliert Sorgerecht für ihre Kinder

01-07-2016 09:44 | Strahinja Bućan

Die Tschechin Eva Michaláková verliert das Sorgerecht für ihre beiden Söhne Denis und David. Ein Gericht im norwegischen Hokksund bestätigte damit die Entscheidung des norwegischen Jugendamtes Barnevernet. Gleichzeitig lehnte das Gericht ab, den jüngeren Sohn zur Adoption freizugeben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Fall Michaláková hat in Tschechien in den vergangenen Jahren eine Welle der Empörung ausgelöst. Das norwegische Jugendamt entzog der in Norwegen lebenden Tschechin Eva Michaláková das Sorgerecht für ihre beiden Kinder. Als Grund nannten die Beamten Missstände in der Familie und den Verdacht auf sexuellen Missbrauch der Jungen. Die norwegischen Behörden gingen dabei jedoch juristisch zweifelhaft vor und verweigerten jegliche Zusammenarbeit mit den tschechischen Stellen. Dies hat zu diplomatischen Verstimmungen auf höchster Ebene zwischen den beiden Ländern geführt. 

Internationales Filmfestival in Karlsbad wird eröffnet

01-07-2016 09:43 | Strahinja Bućan

IIm Karlový Vary / Karlsbad wird am Freitag das 51. Internationale Filmfestival eröffnet. Den Auftakt gibt der Film „Anthropoid“ des britischen Regisseurs Sean Ellis über das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich im Jahr 1942. Erwartet werden unter anderem auch internationale Filmstars wie Willem Defoe, Jean Reno oder der US-amerikanische Filmemacher und Produzent Charlie Kaufman. Die drei Filmgrößen werden zudem für ihr filmisches Lebenswerk ausgezeichnet.

Traditionell feiern zahlreiche, vor allem tschechische Filme ihre Premiere in Karlsbad. Darunter ist unter anderem der autobiografische Streifen „Vlk z Vinohrad“ des verstorbenen Jan Němec oder das Drama „Učitelky“ von Jan Hřebejk. Das Filmfestival läuft bis 9. Juli. 

Älteste Tschechin kurz vor 109. Geburtstag in Brünn verstorben

30-06-2016 19:02 | Lothar Martin

Die älteste Bürgerin Tschechiens, Bedřiška Köhlerová aus Brno / Brünn, ist kurz vor ihrem 109. Geburtstag verstorben, den sie am Freitag begangen hätte. Ihr Tod sei am 19. Juni eingetreten, informierte am Donnerstag die stellvertretende Direktorin eines Brünner Seniorenheims, in dem Bedřiška Köhlerová zuletzt gelebt hatte. Auf Wunsch der Familie der Verstorbenen werden keine weiteren Angaben zu ihrem Ableben gemacht. Bekannt ist aber, dass Bedřiška Köhlerová 1907 in Merano / Meran in Südtirol geboren wurde. Sie ist folglich ein Kind der damaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie. 1919 zog sie dann mit ihrer Familie nach Brünn in die junge Tschechoslowakei. 

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