Stürme haben Tausende Bäume in Kernzone des Böhmerwalds beschädigt

Die kräftigen Stürme im August haben den Böhmerwald arg in Mitleidenschaft gezogen. In den Kernzonen des dortigen Nationalparks wurden Tausende Bäume entwurzelt oder geknickt. Den genauen Umfang der Schäden erhalte man jedoch erst durch die Luftaufnahmen, die in diesem Monat über dem Gebiet gemacht werden, sagte Nationalparksprecher Jan Dvořák am Freitag.

Die Kernzonen des Nationalparks sind unantastbar. Deshalb lasse man das dortige Bruchholz verfaulen, es werden auch keine neuen Bäume gepflanzt, erklärte der Sprecher. In den anderen Teilen des Nationalparks haben die Stürme rund 120.000 Kubikmeter Holz gebrochen. Die hier geknickten und entwurzelten Bäume werden abgeholzt und das Holz verkauft, so der Sprecher.

Am Donnerstag hat das Landwirtschaftsministerium die freizügige Holzförderung in Tschechien vorübergehend verboten. Es müssten zunächst die von Kahlschlägen und der Borkenkäferplage betroffenen Bäume bearbeitet werden, heißt es in der Anordnung.