Staat will Zahl der Atommüllendlager-Kandidaten bis Jahresende eingrenzen

Bis Ende des Jahres will die tschechische Regierung die Zahl der vorbestimmten Standorte für ein Atommüll-Endlager von neun auf vier reduzieren. Das sagte der geschäftsführende Minister für Industrie und Handel, Tomáš Hüner (parteilos), am Dienstag nach einer Verhandlung mit den Bürgermeistern der in Frage kommenden Lokalitäten. Man rechne damit, dass die Entscheidung über die vier Standorte im November oder Dezember fallen werde, ergänzte der Leiter der tschechischen Atommüllbehörde, Jiří Slovák.

Das Vorgehen des Staates bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager wird seit längerem von der Bürgerinitiative „Plattform gegen das Endlager“ kritisiert. In Tschechien gibt es zwei Atomkraftwerke, eines im südmährischen Dukovany und das zweite in südböhmischen Temelín. Beide verfügen nur über jeweilige Zwischenlager für die benutzten Brennstäbe.