Sobotka: Situation nach Nordkoreas Atomtest kann diplomatisch gelöst werden

Der nordkoreanische Atomtest eskaliert die Spannungen in der Region. Es ist jedoch immer noch möglich, die Situation diplomatisch zu lösen. Das sagte der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Sonntag in einer vom privaten TV-Sender Prima ausgestrahlten Debatte. Nordkorea hat am Sonntag einen erfolgreichen Test der Wasserstoffbombe gemeldet. Dem tschechischen Premier zufolge müssen sehr effektive Verhandlungen aufgenommen werden, insbesondere von Ländern, die dort die tragende Bedeutung haben. Er meine nicht nur die USA, sondern auch China, erklärte Sobotka. Ohne Chinas Unterstützung hätte laut dem Premier das kommunistische Regime in Nordkorea nicht so lange aufrechterhalten werden.

Den Atomtest verurteilte auch das tschechische Außenministerium. Verteidigungsminister Martin Stropnický (Ano-Partei) bezeichnete das Regime in Nordkorea als unberechenbar. Es sei notwendig, die Situation sorgfältig zu beobachten und aufpassen, wann der Augenblick für die notwendige Reaktion komme, so Stropnický. Nordkoreas Atomtest verurteilten auch die Oppositionspolitiker. Der Vizevorsitzende der konservativen Partei Top-09 Marek Ženíšek erinnerte genauso wie Premier Sobotka daran, dass das Regime in Nordkorea ohne Chinas Unterstützung nicht existieren könnte.