Senat lehnt Karel Srp im Vorstand des Instituts zum Studium totalitärer Regime ab

Staatspräsident Miloš Zeman hat im Senat eine Schlappe erlitten. Sein Kandidat für den Vorstand des Instituts zum Studium totalitärer Regime, Karel Srp, wurde am Mittwoch vom Oberhaus des Parlaments abgelehnt. Srp sei Mitglied der Kommunistischen Partei gewesen und erfülle damit nicht die gesetzlichen Voraussetzungen, hieß es dazu. Srp war Anfang der 1970er Jahre Gründer der sogenannten Jazz-Sektion.

Zeman ist damit zum zweiten Mal mit seinem Vorschlag zur Besetzung des Gremiums gescheitert. Zunächst hatten die Senatoren die Unterzeichnerin der Charta 77 und Kirchenkritikern Lenka Procházková abgelehnt.

Das Institut zum Studium totalitärer Regime besteht seit 2007 und soll sowohl die nationalsozialistische Besatzung als auch den Kommunismus in der Tschechoslowakei aufarbeiten.