Schweinemast in Lety: AGPI-Aktionäre segnen Verkauf ab

Der Übergabe der Schweinemast auf dem Gelände des ehemaligen Roma-KZ im südböhmischen Lety steht nun fast nichts mehr im Wege. Die Aktionäre der Betreiberfirma AGPI haben den Kaufvertrag mit dem Staat bei ihrer Versammlung am Montag mit großer Mehrheit abgesegnet. Der Vertrag über 450 Millionen Kronen wurde bereits vergangenen Monat unterzeichnet.

Ein Kleinaktionär von AGPI stimmte jedoch gegen den Vertragsabschluss. Laut seinem Anwalt will der Anteileigner binnen 30 Tagen gegen den Kauf klagen.

Im südböhmischen Lety bestand zunächst ein Arbeitslager. Die deutschen Besatzer machten daraus später ein sogenanntes „Zigeunerlager“. Zwischen 1940 und 1943 starben dort 327 tschechische Roma, über 500 weitere wurden nach Auschwitz verschleppt.