RWE-Chef warnt Innogy vor Anteilsverkauf in Tschechien

Zwischen dem Energieriesen RWE und Innogy knirscht es vor dem Hintergrund der geplanten Zerschlagung der formal unabhängigen Tochter weiter. In einem Gespräch mit der Börsen-Zeitung am Dienstag pochte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz darauf, dass Innogy es unterlässt, sein Gasnetz in Tschechien im Wert von 1,7 Milliarden Euro an die australische Investmentgesellschaft Macquarie zu verkaufen. Das sei für den künftigen Innogy-Eigentümer Eon von Interesse, so Schmitz.

„Etwaige Veräußerungen von Geschäftsteilen, die an Innogy herangetragen werden, liegen weder im Interesse des Mehrheitsaktionärs oder des künftigen Eigentümers, noch liegen sie nach unserer Einschätzung im Interesse der Innogy-Beschäftigten“, sagte Schmitz. Vielmehr könne eine gute Zusammenarbeit die Unsicherheit für die Beschäftigten weiter minimieren, meinte der Manager.