Russische Motorradgang „Nachtwölfe“ erneut in Prag

Die umstrittene russische Motorradgang „Nachtwölfe“ ist am Montag in Prag eingetroffen, um an die Befreiung der Stadt durch die Rote Armee am 9. Mai 1945 zu gedenken. Vor dem Olšany-Friedhof warteten auf die Motorradgang auch deren Gegner. Sie hatten Fahnen der EU und der Ukraine mit. Die Nachtwölfe stehen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nah.

Der stellvertretende Vorsitzende der tschechischen Sozialdemokraten Jaroslav Foldyna unterstützte die russischen Biker. Parteichef Jan Hamáček bezeichnete dies aber als Privatinitiative seines Kollegen. Berichten der Medien zufolge beschimpfte Foldyna vulgär die protestierenden Gegner und griff sie an.

Von Prag aus wollen die Nachtwölfe nach Dresden und Berlin weiterfahren. Die Motorradgang gilt als rechtsnationalistisch und demokratiefeindlich.