Roma-Vertreter kritisieren Präsident Zeman

Vertreter der Roma raten von einer Wiederwahl Miloš Zemans zum tschechischen Staatspräsidenten ab. Grund dafür sind Aussagen des Staatsoberhauptes in einem Interview für den Privatsender TV Barrandov, dass rund 90 Prozent sozial nicht integrierbarer Menschen hierzulande Roma seien. Ein Präsident dürfe eine Minderheit nicht pauschal kritisieren, ohne dafür konkrete Belege zu liefern, so prominente Vertreter der Minderheit gegenüber dem Nachrichtenportal romea.cz.

Miloš Zeman will im Januar erneut um das Amt des tschechischen Staatspräsidenten kandidieren. Vor Monaten wurde das amtierende Staatsoberhaupt von Seiten der Roma kritisiert, als er den Kauf der Schweinemast im südböhmischen Lety als „unökonomisch“ bezeichnete. An der Stelle des Betriebes stand während der nationalsozialistischen Besatzung ein Konzentrationslager für Roma.