Regionalamt fordert Rückzahlung der Fördergelder für „Storchennest“

Das Amt des Regionalrates im Kreis Mittelböhmen hat die heutigen Eigner des Luxus-Tagungszentrums Čapí hnízdo (Storchennest) aufgefordert, freiwillig die EU-Fördermittel für das Projekt zurückzuzahlen. In den Fall um möglichen Betrug mit EU-Geldern ermittelt derzeit die Polizei auch gegen Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und seine Familie. Das Amt verlangt die Rückzahlung der Mittel innerhalb von 30 Tagen.

Das sogenannte Storchennest gehörte bis Jahresende 2007 noch zu Babišs damaligem Großkonzern Agrofert. Dann wechselten die Eigentümer, und im Sommer 2008 gewährte die EU rund zwei Millionen Euro an Fördergeldern zum Bau des Tagungszentrums, die eigentlich für kleine und mittlere Unternehmen bestimmt waren. Heute gehört das Storchennest wieder zur Agrofert-Gruppe.