Nachrichten Regierung verhängt erste Terrorwarnstufe

23-03-2016 18:48 aktualisiert | Martina Schneibergová

Die Tschechische Armee hat am Mittwoch 550 Soldaten bereitgestellt, die sich an den verschärften Sicherheitsmaßnahmen beteiligen. Sie werden der Polizei bei Sicherheitskontrollen an Flughäfen, Bahnhöfen und anderen Orten helfen, an denen sich Menschen versammeln. Die Regierung hat über den Einsatz der Armee auf ihrer Sondersitzung nach den Anschlägen in Brüssel am Dienstagabend entschieden. Die Mission soll zwei Monate dauern. Verteidigungsminister Martin Stropnický (Ano-Partei) erklärte, dass sich 350 Soldaten den Polizisten in Prag und je 100 Soldaten den Polizisten in Brno / Brünn und in Ostrava / Ostrau anschließen. Die Armee stellte zudem einen Hubschrauber der Polizei zur Verfügung. Das tschechische Regierungskabinett hat am Dienstagabend die erste und niedrigste Terrorwarnstufe verhängt.

Prag äußert am Mittwochabend seine symbolische Unterstützung Belgien. Der Aussichtsturm auf dem Petřín / Laurenziberg leuchtet in den Farben belgischen der Tricolore.

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Ex-Außenminister Kinkel: Deutsch-tschechische Beziehungen auf solidem Fundament

20-01-2017 12:58 | Till Janzer

Die Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen stehen auf einem „soliden Fundament“. Dies sagte der frühere bundesdeutsche Außenminister Klaus Kinkel am Donnerstag bei einer Rede in Prag. Zugleich kritisierte er die „kategorische Ablehnung verbindlicher EU-Flüchtlingsquoten“ durch die tschechische Regierung. Diese habe zu einer gewissen Eintrübung geführt, so Kinkel. Der 80-jährige FDP-Politiker sprach bei einem Festakt der Friedrich-Naumann-Stiftung zum 20-jährigen Bestehen der Deutsch-Tschechischen Erklärung von 1997. 

Fed-Cup-Team mit Plíšková, Strýcová, Šafářová und Siniaková

20-01-2017 11:11 | Markéta Kachlíková

Karolína Plíšková und Barbora Strýcová sollen das tschechische Team beim ersten Fed-Cup-Spiel führen. Nach einer gesundheitlich bedingten Pause im letzten Jahr schließt sich Lucie Šafářová und überhaupt zum ersten Mal auch die 20-jährige Kateřina Siniaková ihnen an. Tennis-Kapitän Petr Pála gab seine Kandidatinnen am Freitag bei den Australian Open in Melbourne bekannt. Die Tschechinnen treten am 11. und 12. Februar in Ostrava gegen Spanien an. 

Umweltminister: Senatsentwurf des Umweltschutzgesetzes bedeute ein Ende der Nationalparks

20-01-2017 10:30 | Markéta Kachlíková

Umweltminister Richard Brabec (Ano) hat die Änderungen kritisiert, die der Senat im Naturschutzgesetz am Mittwoch durchgesetzt hat. Dem Minister zufolge könnten die umfangreichen und verheerenden Änderungen zum Ende der Nationalparks führen. Der Entwurf degradiere die Nationalparks auf Schutzgebiete von einer wesentlich niedrigen Schutzstufe, so Brabec. Der einzige mögliche Weg sei nun, den gesamten Senatsentwurf abzulehnen und das Gesetz in der Form zu billigen, wie es vom Abgeordnetenhaus verabschiedet worden war. 

Ausstellung in Ústí zeigt deutsche Architektur in Böhmen

20-01-2017 10:14 | Markéta Kachlíková

Die deutsche Architektur in den böhmischen Ländern in den Jahren 1848 bis 1891 wird seit Donnerstag im Stadtmuseum in Ústí nad Labem / Aussig präsentiert. Das größte Exponat der Ausstellung ist das Museumsgebäude selbst, ursprünglich eine Schule mit einem prunkvollen Saal für Sitzungen des Stadtrates vom Wiener Architekten Augustin Krumholz. Die Ausstellung mit dem Titel „Ein fremdes Haus?“ ist bis 16. April zu sehen. 

Smogalarm in den meisten Kreisen ausgerufen

20-01-2017 09:44 | Markéta Kachlíková

In den meisten Kreisen Tschechiens und in der Hauptstadt wurde am Donnerstag und am Freitag der Smogalarm ausgerufen. Wie das Hydrometeorologische Institut mitteilte, wurde die zulässige 12-Stunden-Konzentration von Feinstaubpartikeln von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. In der Region von Třinec gilt die Regulierungsstufe, bei der einige Fabriken ihren Betrieb beschränken müssen. 

Sobotka: EU muss gegen Populismus und Extremismus aktionsfähig vorgehen

20-01-2017 09:34 | Markéta Kachlíková

In Europa verbreiteten sich laut Premier Bohuslav Sobotka Zweifel am weiteren Schicksal der europäischen Integration. Außerdem wüchsen Populismus, Nationalismus und Extremismus. Für die weitere Entwicklung sei die Aktionsfähigkeit der Europäischen Union entscheidend, so Sobotka. Der tschechische Regierungschef sagte dies beim Treffen mit tschechischen Botschaftern am Donnerstag in Prag. Die Verankerung in europäischen und transatlantischen Strukturen stehe im Interesse der Tschechischen Republik und garantiere ihre Prosperität und Sicherheit. Gleichzeitig werde die Zusammenarbeit mit einigen Ländern Asiens und Afrikas mittels strategischer Partnerschaften vertieft, so der tschechische Premier. 

Deutsch-tschechischer Zukunftsfonds: 54 Millionen Euro für 9500 Projekte

19-01-2017 18:03 | Markéta Kachlíková

Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds hat seit seiner Gründung 1998 rund 54 Millionen Euro für 9500 deutsch-tschechische Projekte zur Verfügung gestellt. Die geförderten Aktivitäten verteilen sich gleichmäßig auf Deutschland und die Tschechische Republik. Etwa ein Drittel aller Projekte findet auf beiden Seiten der Grenze statt. Zu den wichtigsten Förderbereichen zählen der Schüler- und Jugendaustausch sowie die kulturelle Zusammenarbeit. Der Fonds trägt auch zum Erhalt des deutschen Kulturerbes in Tschechien bei. Dies teilte Geschäftsführer Tomáš Jelínek am Donnerstag mit. Eine Grundlage für die Gründung des Zukunftsfonds war die Deutsch-tschechische Erklärung, die vor 20 Jahren, am 21.1.1997 unterzeichnet wurde. 

Biathlon in Antholz: Koukalová verliert Führung im Gesamtweltcup

19-01-2017 17:37 | Markéta Kachlíková

Die Tschechin Gabriela Koukalová hat die Führung in der Gesamtwertung des Biathlon-Welcups verloren. Im 15-km-Einzelrennen endete sich nach sechs Schießfehlern auf Platz 24. Laura Dahlmeier aus Deutschland hat das Gelbe Trikot mit einem 10-Punkte-Vorsprung wieder übernommen. Die beste Tschechin war Eva Puskarčíková auf Rang 13. 

Kinkel: Deutsch-tschechische Beziehungen sind besser als vor 20 Jahren

19-01-2017 17:14 | Markéta Kachlíková

Die Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997 habe den Schatten der Vergangenheit in den bilateralen Beziehungen beseitigt und eine Entspannung gebracht. Der ehemalige Bundesaußenminister Klaus Kinkel sagte dies vor Journalisten am Donnerstag in Prag. Die Stellungnahme zu den Nazi-Verbrechern an den Tschechen und zur Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei stellte ihm zufolge das größte Problem bei den Verhandlungen dar. Kinkel hob die Rolle von Bundeskanzler Helmut Kohl dabei hervor sowie dessen Begabung, mit kleineren Handelspartnern zu sprechen. Daran mangele es heute ein bisschen in Deutschland, stellte der Politiker fest. Trotzdem hält er die bilateralen Beziehungen für besser als damals. 

Waffenbesitz: Verfassungsänderung nicht nötig

19-01-2017 16:32 | Markéta Kachlíková

Die Vorsitzenden der beiden Kammern des tschechischen Parlaments, Milan Štěch und Jan Hamáček, sprechen sich dafür aus, dass die Problematik des Waffenbesitzes im Rahmen der bestehenden Gesetze gelöst wird. Sie seien nicht für eine Änderung der Verfassung, sagten die beiden Sozialdemokraten nach dem Mittagsessen mit Staatspräsident Miloš Zeman am Donnerstag in Prag. Innenminister Milan Chovanec (Sozialdemokraten) will privaten Besitzern das Recht geben, bei staatsbedrohenden Akten ihre Waffe zu gebrauchen. Diese Regelung soll nach seinem Vorschlag in der Verfassung verankert werden. 

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