Prozess um tödliches Zugunglück in Studénka endet mit Freisprüchen

Neun Jahre nach dem Bahnunglück eines Eurocity-Zugs in Studénka / Stauding mit acht Toten und 95 Verletzten sind die Verantwortlichen freigesprochen worden. Vor dem Gericht in Nový Jičín / Neu Titschein waren neun Vertreter der beteiligten Bauunternehmen und ein Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung angeklagt. Es sei nicht mehr zu klären, warum die Brücke eingestürzt sei, sagte der Richter zur Begründung der Freisprüche. Auch Experten seien in dieser Frage unterschiedlicher Ansichten, hieß es weiter.

Am 8. August 2008 war eine im Bau befindliche Straßenbrücke im mährischen Studénka auf die Gleise gestürzt. Der Eurocity Comenius von Krakau nach Prag fuhr mit hoher Geschwindigkeit in die Trümmer hinein.