Premier Babiš nach Merkel-Interview: EU-Quoten für Flüchtlinge sind Vergangenheit

Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hält die EU-Quoten für die Umverteilung von Flüchtlingen für Vergangenheit. Dies sei auch ein Erfolg der tschechischen Diplomatie, sagte der Ministerpräsident in Reaktion auf einen Bericht im Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Demnach sieht die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Quotenregelung in der EU rückwirkend kritisch.

Als alternatives Modell nennt Merkel eine „flexible Solidarität“ in der Migrationspolitik. Diesen Begriff hatten die Visegrád-Staaten, unter ihnen Tschechien, ins Spiel gebracht. Schon jetzt beteilige sich sein Land an der Lösung der Flüchtlingskrise, betonte Premier Babiš am Sonntag in einem Interview für die Presseagentur ČTK. Man jenen Staaten, aus denen die Flüchtlinge kämen, und das sei derzeit auch die größte Aufgabe für Europa, fügte der Regierungschef an.