Premier Babiš gegen Sicherheitsratssitzung zu Nowitschok

Laut Premier Andrej Babiš ist es nicht nötig, den tschechischen Sicherheitsrat wegen der abweichenden Aussagen über mögliche Tests des Nervengifts Nowitschok hierzulande einzuberufen. Damit widersprach der geschäftsführende Regierungschef den stellvertretenden Vorsitzenden seiner eigenen Partei Ano und der Sozialdemokraten.

Staatspräsident Miloš Zeman hatte am vergangenen Donnerstag auf einen eigentlich geheimen Nachrichtendienst-Bericht verwiesen hat, der von Tests von einer mikroskopischen Menge Nervengiftstoff in Tschechien sprach. Zeman bezeichnete den Stoff als Nowitschok. Damit bestärkte Zeman die Position Moskaus im Vergiftungsfall Sergei Skripal. Der Kreml hatte bereits im März behauptet, dass das Nowitschok, mit dem der Ex-Doppelagent im britischen Salisbury vergiftet wurde, unter anderem auch aus tschechischer Produktion hätte stammen können.