Nachrichten Präsident Zeman wirft norwegischem Sozialamt Kidnapping vor

17-01-2016 17:38 | Till Janzer

Staatspräsident Miloš Zeman hat dem norwegischen Sozialamt Barnevernet Kidnapping vorgeworfen. Was die Behörde betreibe, sei „gröbste Gaunerei“, sagte Zeman in einem Interview für die Boulevardzeitung „Blesk“ am Sonntag. Hintergrund sind die Fälle zweier in Norwegen lebenden tschechischen Mütter, denen Barnevernet die Kinder abgenommen hat. Das Staatsoberhaupt empfahl der tschechischen Regierung, als Protest den norwegischen Botschafter in Prag abzuberufen. In einer Reaktion auf Zeman entgegnete Premier Bohuslav Sobotka, ein diplomatischer Protest sei bloß eine „leere Geste“, die die Lage tschechischer Bürger in Norwegen allenfalls verschlechtere. Vor allem brauche es noch mehr Kommunikation mit Oslo. Laut Sobotka habe man in den vergangenen beiden Jahren Fortschritte erzielt auf dem Weg zur Lösung des Problems.

Artikel bookmarken

Den täglichen Nachrichtenüberblick finden Sie ab ca. 20:00 Uhr hier.

Alle Artikel

Das Wetter am Freitag: heiter, bis -6 Grad

19-01-2017 14:47 | Markéta Kachlíková

Am Freitag ist es in Tschechien heiter, örtlich, vor allem im Norden und Nordosten, trüb durch gefrierenden Nebel oder tief hängende Wolken. Vereinzelt ist leichter Schneefall möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -6 bis -2 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden -3 Grad Celsius erreicht. 

Senat stimmt für totales Rauchverbot in Gaststätten

19-01-2017 14:23 | Markéta Kachlíková

Der tschechische Senat hat am Donnerstag das Nichtraucherschutzgesetz ohne Veränderungen gebilligt. Demzufolge wird ab Ende Mai ein totales Rauchverbot unter anderem in Gaststätten, Theatern und Schulen hierzulande gelten. Des Weiteren müssen Zigaretten aus dem Automatenverkauf verschwinden. Der Verabschiedung des Gesetzes durch die Obere Parlamentskammer ging eine fünfstündige heftige Debatte voraus. Das Gesetz muss noch von Staatspräsident Miloš Zeman unterzeichnet werden. 

Städte und Gemeinden gegen Schulden-Gesetz

19-01-2017 13:07 | Markéta Kachlíková

Der Verband der Städte und Gemeinden hält das Gesetz, das übermäßige Verschuldung verhindern soll, für verfassungswidrig. Die neuen Regeln würden das Wirtschaften der Kommunen lähmen, hieß es am Donnerstag. Der Verband werde sich an Staatspräsident Miloš Zeman mit der Bitte wenden, sein Veto gegen das Gesetz einzulegen, teilte eine Sprecherin mit. Das Abgeordnetenhaus hat die neuen Regeln der Budgetverantwortung festlegt am Dienstag trotz der Ablehnung durch den Senat gebilligt. Die Senatoren kündigten an, sich diesbezüglich an das Verfassungsgericht zu wenden. 

Juli 2016 war erfolgreichster Monat in der Geschichte des Prager Flughafens

19-01-2017 12:19 | Markéta Kachlíková

Der Václav-Havel-Flughafen in Prag hat im vergangenen Jahr insgesamt 13,074.517 Reisende abgefertigt. Das waren 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr 2015. Dies teilte der Flughafen am Donnerstag mit. Zum Anstieg der Zahl von Fluggästen beigetragen hat laut dem Pressebericht unter anderem der Betrieb von großen Transportmaschinen, die eine größere Besetzung ermöglichen. Täglich passieren im Durchschnitt fast 36.000 Menschen den Flughafen in Prag. Den größten Andrang gab es in den Sommermonaten. Der Juli 2016 war mit fast 1,5 Millionen Passagieren der erfolgreichste Monat in der Geschichte des Prager Flughafens. 

Harter Winter in Jablonec: Erst Schneechaos, jetzt klirrende Kälte

19-01-2017 11:15 aktualisiert | Lothar Martin

Das Schneechaos in der nordböhmischen Stadt Jablonec nad Nisou / Gablonz hält an. Nach den starken Schneefällen vom Wochenende ist der Winterdienst der Neißestadt nonstop damit beschäftigt, die weiße Pracht von Straßen und Gehwegen zu räumen. Allein in der Nacht zu Mittwoch wurden 83 Lkw-Ladungen voll mit Schnee abtransportiert. Dennoch waren am Mittwoch immer noch rund 20 Prozent der Gehwege völlig zugeschneit. In der Nacht zu Donnerstag kamen starke Fröste hinzu. An einigen Orten des Kreises Liberec / Reichenberg wurden am frühen Morgen Temperaturen von bis zu minus 19 Grad gemessen. In der Ortschaft Jizerka im Isergebirge fiel die Quecksilbersäule sogar auf minus 26 Grad Celsius. Wegen der Schneemassen hatte die Stadt am Montag den Katastrophenstand ausgerufen. Man hofft weiter, die Maßnahme am Freitag wieder aufheben zu können. 

Botschafter: Deutsch-Tschechische Erklärung war Umbruch in bilateralen Beziehungen

19-01-2017 10:35 | Lothar Martin

Die Deutsch-Tschechische Erklärung war ein Umbruch in den bilateralen Beziehungen beider Länder. Erst durch sie sei es möglich geworden, die Fragen der Vergangenheitsbewältigung von Platz eins der tschechisch-deutschen Agenda zu verdrängen. Stattdessen wurde die Tür geöffnet für den Weg in eine gemeinsame Zukunft, erklärte der tschechische Botschafter in Berlin, Tomáš Podivínský gegenüber Medien. Ähnlich äußerte sich auch sein Amtsvorgänger Rudolf Jindrák. Die Erklärung habe die Prozesse wieder in Bewegung gebracht, die beispielsweise wegen der Haltung der Sudetendeutschen oder der bayerischen Landesregierung von Edmund Stoiber blockiert wurden, sagte Jindrák. 

Tennis: Karolína Plíšková und Strýcová in dritter Runde von Melbourne

19-01-2017 10:11 | Lothar Martin

Am Donnerstag haben zwei weitere Tennisdamen aus Tschechien die dritte Runde der Australian Open in Melbourne erreicht. Es sind die beiden Fed-Cup-Spielerinnen Karolína Plíšková und Barbora Strýcová. Plíšková bezwang in Runde zwei die Russin Anna Blinkowa klar und deutlich mit 6:0 und 6:2, Strýcová siegte ebenfalls in zwei Sätzen gegen Andrea Petkovic aus Deutschland. Oldie Radek Štěpánek schied hingegen aus. Er unterlag dem Belgier David Goffin in drei Sätzen.

Am Mittwoch hatten sich bereits Kristýna Plíšková und Tomáš Berdych für die dritte Runde qualifiziert. Dort treffen beide auf namhafte Gegner: Plíšková spielt gegen die Weltranglisten-Erste Angelique Kerber aus Deutschland, und Berdych bekommt es mit dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus der Schweiz zu tun. 

Neuer Rekord: Burgen und Schlösser von 5,6 Millionen Menschen besucht

19-01-2017 09:32 | Lothar Martin

Die staatlichen Burgen und Schlösser in Tschechien und weitere Denkmäler des Landes wurden im vergangenen Jahr von 5,6 Millionen Menschen besucht. Das sei ein neuer Besucherrekord, informierte der Sprecher des Nationalen Amtes für Denkmalschutz (NPÚ), Jan Cieslar, am Mittwoch. Damit wurde der Trend der jüngeren Vergangenheit fortgesetzt, indem die Besucherzahlen Jahr für Jahr steigen. Im Jahr 2015 besuchten knapp 5,1 Millionen Menschen die staatlichen Denkmäler. Mit dem Zuwachs der Besucher stiegen auch die Einnahmen des Denkmalamtes. Im vergangenen Jahr waren es über eine halbe Milliarde Kronen (knapp 20 Millionen Euro). Einen Großteil davon werde man für die Restaurierung von Denkmälern und die Verbesserung des Besucherservices reinvestieren, sagte der Sprecher. 

Sobotka: Regierungskoalition funktioniert trotz „besonderer Streitkultur“

18-01-2017 19:07 | Lothar Martin

In einem Gespräch für die Nachrichtenagentur ČTK hat Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Mittwoch die bisherige Politik seines Kabinetts bilanziert. Als größte Erfolge der amtierenden Regierung nannte er dabei die Ausschöpfung der Gelder aus europäischen Fonds, das Deblockieren von Verkehrsbauten und die Korrekturen bei mehreren Gesetzen aus der Zeit des konservativen Kabinetts. Sobotkas Worten zufolge habe seine Regierung dem Land eine wirtschaftliche und politische Stabilität gegeben, und das makroökonomische Gleichgewicht werde eingehalten. Die Zusammenarbeit der drei Koalitionspartner funktioniere, auch wenn gewisse Streitigkeiten nicht ausblieben. Zwischen den Sozialdemokraten und der Partei Ano gäbe es dabei eine besondere Streitkultur. Sie beruhe darin, dass Finanzminister und Ano-Parteichef Andrei Babiš es als Unternehmer nicht unbedingt gewohnt sei, Kompromisse einzugehen. Er entscheide in vielen Dingen lieber selbst, sagte Sobotka. 

Babiš lässt Verkauf von Grundstücken des Skiareals Harrachov stoppen

18-01-2017 18:27 | Lothar Martin

Finanzminister Andrei Babiš (Ano) hat die Eigentumsbehörde damit beauftragt, den Verkauf der staatlichen Grundstücke im Skiareal in Harrachov / Harrachsdorf zu stoppen. Nach der Aufhebung des Verkaufs sollte eine neue Ausschreibung erfolgen und der neue Besitzer anhand des Preisgebots bestimmt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Finanzministeriums am Mittwoch. Die Staatsgrundstücke, auf denen sich zwei Drittel des Skiareals befinden, soll laut Kaufvertrag für 56,5 Millionen Kronen (ca. 2,1 Millionen Euro) der Betreiber der Anlagen, die Firma Sportovní areál Harrachov (SAH), erhalten. Wie ein Sprecher des Eigentumsamtes mitteilte, werde die Behörde die Entscheidung des Ministers respektieren und eine Ausschreibung vorbereiten. Erstaunt über Babišs Anordnung zeigte sich indes die Leitung der Firma SAH. Laut einer Entscheidung des Verfassungsgerichtes könne niemand anderes als ihre Firma die Grundstücke des Staates kaufen. Zumal das gesamte Areal auf das Betreiben von Skisport ausgerichtet sei, so die Firmenleitung. Die Grundstücke in einer Gesamtgröße von fast 23 Hektar gehören zum staatlichen Nationalpark Riesengebirge. Für den Betrieb des Skiareals hatte sie die Firma SAH bisher gepachtet. 

Nicht verpassen

Meistgelesen

Archiv

Januar 2017

MoDiMiDoFrSaSo
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031

Dezember 2016

MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031

November 2016

MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930

Komplettes Archiv

Ähnliche Artikel

mehr...

Aktuelle Sendung in Deutsch