Polizei ermittelt im Prager Klinik-Fall gegen neun Personen wegen Manipulation von Aufträgen

In der Causa um angebliche Manipulation von Aufträgen in zwei Prager Krankenhäusern ermittelt die Polizei gegen vier weitere Personen und eine juristische Person. Insgesamt sind in diesem Fall neun Personen angeklagt, für zwei von ihnen wird die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe fordern. Das sagte die Prager Oberstaatsanwältin Lenka Bradáčová am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK. Diese Personen werden beschuldigt, sich bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, bei öffentlichen Ausschreibungen sowie einer öffentlichen Versteigerung Vorteile erschlichen zu haben. Ihnen werden gleichermaßen Bestechung und Bestechlichkeit vorgeworfen, heißt es.

Bereits am Donnerstag hatte Bradáčová darüber informiert, dass die Polizei gegen fünf Personen und ein Unternehmen wegen Korruption, Erpressung und unzulässige Vorteilsnahme bei der Vergabe eines öffentlichen Auftrags ermittelt. Der Fall betrifft Beschaffungsverfahren für die Erbringung von Dienstleistungen für das Krankenhaus Na Františku und das Krankenhaus Na Bulovce in Prag. Unter den Straftatverdächtigen ist auch der Direktor der erstgenannten Klinik, Robert Zelenák.