Polizei ermittelt gegen Eishockeytrainer Růžička wegen Veruntreuung

Die Prager Polizei ermittelt wegen Veruntreuung gegen Eíshockeytrainer Vladimír Růžička. Die Affäre um den ehemaligen Nationaltrainer begann letztes Jahr kurz vor der Eishockey-WM in Prag. Ein Unternehmer behauptete, er habe dem Trainer vor einigen Jahren eine halbe Million Kronen (18500 Euro) bezahlt, um seinen Sohn bei Slavia Prag spielen zu sehen. Růžička sagte jedoch, es habe sich damals um Sponsorengeld gehandelt, das aber nicht in die Buchhaltung des Vereins eingetragen wurde. Der Trainer gab dem Unternehmer das Geld später zurück. Beim Polizeiverhör räumte der Trainer der Tageszeitung Mladá fronta Dnes zufolge ein, dass ihn der Unternehmer erpresste. Růžička erklärte, der Mann habe von ihm 1,1 Million Kronen (40.700 Euro) dafür verlangt, dass er als Slavia-Trainer die Eishockey-Karriere seines Sohns vereitelt habe. Růžička erstattete aus dem Grund eine Strafanzeige gegen den Mann. Die Polizei legte sie jedoch ad acta. Eine Strafanzeige gegen den Trainer erstattete wiederum der Betreiber des Internetportals Protikorupcnilinka.cz Jiří Jehlička. Růžička trat wegen der Causa Anfang Juni vom Posten des Nationaltrainers zurück. Er ist momentan Trainer des Extraligaklubs HC Piráti Chomutov.