Politiker aus Prag: Zeman hat seine Gedanken vor der Uno wiederholt

Relativ positiv haben Vertreter des politischen Spektrums in Tschechien auf die Rede von Präsident Miloš Zeman vor der UN-Vollversammlung reagiert. Andererseits herrschte die Meinung vor, dass der tschechische Staatsmann nicht viel Neues gesagt habe.

Zeman sagte in seiner Rede unter anderem, dass sich Terroristen im gegenwärtigen Flüchtlingsstrom verbergen würden. Die massive Migration aus Afrika und Asien würde zudem das Potenzial dieser Regionen schwächen, so Zeman. Der Vorsitzende der Bürgermeister-Vereinigung (Stan), Petr Gazdík, hält die Verknüpfung des Terrorismus einzig mit der Migrationswelle jedoch für eine vereinfachte Darstellung. „Aber der Terrorismus wächst aus der Frustration – und die in Europa Ankommenden haben oft falsche Vorstellungen vom Leben hier.“ Er stimme daher zu, das Europa eher in den problematischen Gebieten helfen sollte, als Menschen von dort endlos mit offenen Armen aufzunehmen, schrieb Gazdík der Nachrichtenagentur ČTK.

Für den ersten Vizechef der Partei Top 09, Marek Ženíšek (Top 09), hat Zeman in New York „nicht viel gesagt“. Im Gegensatz dazu bezeichnete er die Rede des slowakischen Präsidenten Andrej Kiska als gut und würdevoll. Kiska sagte unter anderem, dass Selbstsucht und enge nationale Interessen die größten Hindernisse für die Entwicklung der Menschheit seien. Er betonte, dass „die blutige Realität unserer Zeit“ der schmerzhafte Beleg dafür seien.