Plagiatsaffäre: Justizministerin Malá tritt zurück

Nach nur 13 Tagen im Amt hat Justizministerin Taťána Malá wegen Plagiatsvorwürfen ihren Rücktritt angekündigt. Dies gab die Ano-Politikerin am späten Montagnachmittag bekannt, davor hatte sie noch an ihrem Amt festgehalten. Übergangsweise soll Premier Andrej Babiš ihr Ressort übernehmen. Dennoch lehnt Malá weiterhin jegliche Plagiatsvorwürfe zurück. Das bekräftigte sie bei einem außerordentlichen Briefing vor Journalisten am Montag. Zwar räume sie gewisse Fehler ein, plagiiert habe sie jedoch nicht, so Malá. Abgesehen davon dürfe man eine Arbeit aus dem Jahr 2005 nicht nach heutigen Standards bewerten, verteidigte sich die Ano-Politikerin.

Taťána Malá soll bei ihrer Diplomarbeit über die „mikroklimatischen Bedingungen bei der Aufzucht von Kaninchen“ aus dem Jahr 2005 ganze Abschnitte übernommen haben, jedoch ohne diese zu kennzeichnen. Außerdem stellten Journalisten auch bei Malás Magisterarbeit über Familienrecht an einer slowakischen Privathochschule aus dem Jahr 2011 mögliche Unregelmäßigkeiten fest. Zuletzt forderten in einer Petition über 2000 Bürger, darunter hochrangige Juristen und Politiker, den Rücktritt Malás.