Olaf-Bericht zum Fall „Storchennest“ durch Medien komplett veröffentlicht

Zwei große tschechische Internetportale und die Wirtschaftszeitung „Hospodářské noviny“ haben am Donnerstag in redaktioneller Übersetzung den kompletten Wortlaut des Berichtes des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (Olaf) zum Fall des Wellnessressorts „Storchennest“ veröffentlicht. Das Amt hält in seinem Fazit fest, dass der Verdacht bestehe, hier sei sowohl gegen tschechisches als auch gegen EU-Recht verstoßen worden. Die Europäische Kommission hätte deshalb das Recht, die finanzielle Unterstützung für die Luxusfarm zu verweigern, heißt es.

Gegen den Olaf-Bericht wetterte die Firma Imoba, der das Ressort Storchennest gehört. Sie bezeichnete den Bericht als absurd und kritisiert das europäische Amt dafür, nicht die Chance bekommen zu haben, sich dazu umfassend äußern zu können. Die Olaf-Behörde sei dem politischen Druck erlegen, bemerkte Imoba.