Öffentlich-rechtliche Medien von MwSt-Novelle finanziell betroffen

Das Tschechische Fernsehen und der Tschechische Rundfunk werden wegen einer Mehrwertsteuernovelle rund 500 Millionen Kronen (19,5 Millionen Euro) mehr im Jahr ausgeben müssen. Die Novelle ist am Mittwoch vom Regierungskabinett verabschiedet worden. Sie kippt die Mehrwertsteuerbefreiung öffentlich-rechtlicher Medienhäuser. Das Finanzministerium behauptet, die Befreiung widerspräche europäischem Recht.

Laut Fernseh-Generaldirektor Petr Dvořák könnten die Zusatzausgaben eine weitere Digitalisierung verhindern. Der Rundfunk hat bereits die Entlassung von Mitarbeitern beschlossen. Beide Medienhäuser wollen aber die tschechischen Parlamentarier davon überzeugen, die Mehrwertsteuerbefreiung weiterhin zu erlauben.