Neues Mahnmal in Prag erinnert an Selbstverbrennung Jan Palachs

Ein neues Mahnmal erinnert in Prag an den Studenten Jan Palach. Der damals 20-Jährige hatte sich am 16. Januar 1969 aus Protest gegen die sowjetische Besatzung der Tschechoslowakei öffentlich selbst verbrannt. Das Kunstwerk „Haus des Sohnes, Haus der Mutter“ nach einem Entwurf des US-Amerikaners John Hejduk (1929-2000) ist am Samstag feierlich enthüllt worden. Es soll auch an das Leid der Mutter erinnern, die von der Verzweiflungstat ihres Sohnes aus der Zeitung erfuhr. Der Gedenkort am Moldauufer im historischen Stadtzentrum werde zum Innehalten und Nachdenken anregen, teilte Prags Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová mit. Das Mahnmal besteht aus zwei sechs Meter hohen Quadern, aus denen Flammen emporschlagen.