Nationalbank kauft für 58 Mrd. Kronen Devisen zur Stabilität des Kurses

Die Tschechische Nationalbank (ČNB) setzt das rigide Regime ihrer Devisenintervention auch in diesem Jahr fort. Jüngstes Beispiel ist der Devisenkauf der Bank im Januar: Für mehr als 58 Milliarden Kronen (ca. 2,1 Milliarden Euro) wurden ausländische Zahlungsmittel gekauft, um den Kurs der Tschechischen Krone weiterhin stabil zu halten. Mit dem Regime der Devisenintervention hat die Zentralbank im November 2013 begonnen. Sie verfolgt seitdem das Ziel, die Krone zu schwächen und ihren Wechselkurs stets nahe der Marke von 27 Kronen je Euro zu halten. In den 27 Monaten seit November 2013 hat die Bank mehrere Male interveniert und dabei mehr als eine halbe Billion Kronen (ca. 18,5 Milliarden Euro) umgesetzt.

Zu Beginn des Jahres hat die Nationalbank zudem bekanntgegeben, dass sich das geplante Ende ihrer Interventionen am Devisenmarkt verschieben werde. Laut Zentralbankchef Singer sei sich der Bankenrat einig, dass man die Aufhebung der Maßnahme nicht vor dem Ende des Jahres 2016 tätigen werde. Jetzt ist bereits von der ersten Jahreshälfte 2017 die Rede. Zuvor hatten die Zentralbanker immer davon gesprochen, das Regime der Devisenintervention im zweiten Halbjahr 2016 aufzuheben.