Nachrichten Nachrichten

12-11-2011 18:45 | Martina Schneibergová

Kardinal Meisner zelebrierte Gottesdienst im Prager Veitsdom zum 800. Jubiläum der heiligen Agnes von Böhmen

Mit einem Gottesdienst im Prager Veitsdom erreichten die Feierlichkeiten zum 800. Jubiläum der heiligen Agnes von Böhmen ihren Höhepunkt. Den Gottesdienst zelebrierte als Sondergesandter des Papstes der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner. Der Kardinal erinnerte sich an 12. November 1989, als Agnes heiliggesprochen wurde. Unter den Tschechen habe, so der Kölner Erzbischof, die Überzeugung geherrscht, dass glückliche Zeiten in Böhmen und Mähren kommen werden, sobald Agnes heiliggesprochen wird. Und dies sei wirklich passiert, so der Kardinal. Denn fünf Tage nach der Heiligsprechung in Rom begann in Prag die Samtene Revolution. Seine Grußbotschaft übermittelte den Gläubigen auch Staatspräsident Václav Klaus. Zum Abschluss der Messe zeichnete der Olmützer Erzbischof Jan Graubner die Chefs der Caritasverbände der tschechischen Diözesen mit einer Silbermedaille der Heiligen Agnes aus.

ČSSD-Chef Sobotka: Die Alternative der Sozialdemokraten ist ein sozialer Staat ohne Verschuldungen

Die oppositionellen Sozialdemokraten (ČSSD) sehen eine Alternative zu den Regierungsreformen in einem sozialen Staat. Dieser darf nicht für den Preis aufgebaut werden, dass sich der Staat weiterhin verschuldet. Das sagte der Parteichef der ČSSD Bohuslav Sobotka bei der Eröffnung der Programmkonferenz der ČSSD am Samstag in Prag. Die Regierungsreformen stellen Sobotka zufolge für viele Menschen eine Sackgasse dar. In der Reaktion des Regierungskabinetts auf die jetzige Wirtschaftskrise mangele es an Gerechtigkeit, an sozialer Dimension und an langfristigen Plänen, so der Parteichef. Die Menschen begreifen Sobotka zufolge die Notwendigkeit der Reformen nur dann, wenn sie die Sicherheit haben werden, dass das gesparte Geld oder die durch Steuererhöhung entstandenen Gewinne von niemandem gestohlen werden. Sobotka brachte des Weiteren die Meinung zum Ausdruck, dass der Euro die Krise überleben wird.

Sozialdemokraten haben vor Sponsoring politischer Parteien durch Firmen zu verbieten

Die oppositionellen Sozialdemokraten (ČSSD) haben vor den Sponsoring der politischen Parteien durch Firmen zu verbieten. Dies sieht der Plan des Kampfes gegen Korruption vor, der am Samstag auf der Programmkonferenz der ČSSD in Prag vorgestellt wurde. Die ČSSD rechnet des Weiteren mit einer Beschränkung der Summe, mit der Privatpersonen die politischen Parteien fördern, sowie mit einer Reduzierung der Kosten für die Wahlkampagne. Im präsentierten Plan wurden jedoch keine konkreten Zahlen genannt. Die Möglichkeiten einer mehr transparenten Finanzierung politischer Parteien wurden auch vom Innenministerium ausgearbeitet. In seiner Analyse wird jedoch nicht mit der Einführung von Grenzsummen für die Wahlkampagnen gerechnet.

ČSSD will Gebühr für Aufenthalt im Krankenhaus reduzieren

Die oppositionellen Sozialdemokraten (ČSSD) möchten die vom Regierungskabinett durchgesetzte Rentenversicherung in den Privatfonds mit der gegenwärtigen Rentenzusatzversicherung zusammenschließen. Den Plan stellte die ČSSD am Samstag auf der Programmkonferenz in Prag vor. In ihrer aktualisierten Gesundheitsreform möchte die Oppositionspartei die Tagesgebühr für den Aufenthalt im Krankenhaus beibehalten. Ursprünglich wollte die ČSSD diese Gebühr gemeinsam mit weiteren im Gesundheitswesen eingeführten Gebühren abschaffen. Nun denkt die ČSSD daran, den Betrag für einen Tag im Krankenhaus von den jetzigen 100 Kronen (4 Euro) auf 60 Kronen (2,40 Euro) zu senken. Die Patienten würden diese Gebühr höchstens für 60 Tage im Jahr bezahlen. Dies sagte der Gesundheitsexperte der ČSSD David Rath auf der Programmkonferenz der Partei.

Die außerparlamentarische ČSNS 2005 wird sich mit Paroubeks neuer Partei zusammenschließen

Die außerparlamentarische Tschechische Partei der nationalen Sozialisten (ČSNS 2005) stimmt dem Zusammenschuss mit der von Ex-Premier Paroubek neu gegründeten Partei zu. Der Zusammenschluss der ČSNS 2005 mit den Nationalen Sozialisten – der Linken des 21. Jahrhunderts soll binnen zwei Wochen verwirklicht werden. Den Zusammenschluss der beiden Parteien unterstützte die Mehrheit der Delegierten auf dem Parteitag der ČSNS 2005 am Samstag in Prag. Mit dem Zusammenschluss der beiden Parteien ist der abgerufene Parteichef der ČSNS 2005 Karel Janko nicht einverstanden. Der aus der Partei ausgeschlossene Janko sagte, Paroubek habe die ČSNS 2005 gestohlen. Der Ex-Premier und Ex-Parteichef der Sozialdemokraten verhandelt über die Zusammenarbeit mit der ČSNS 2005 seit dem Frühjahr. Anfang Oktober trat Paroubek aus der ČSSD aus und kündigte an, dass er eine neue Partei gründen wird.

Grundschuldirektor soll Schülerin missbraucht haben

Ein Grundschuldirektor soll eine 14-jährige Schülerin sexuell missbraucht haben. Den Lokalmedien zufolge leitete die Polizei gegen den Mann aus der Gemeinde Libouchec an der Grenze zu Sachsen ein Strafverfahren ein. Dem Mann drohen bis zu zehn Jahre Haft.

EM-Relegation: Tschechien – Montenegro 2:0

Im Hinspiel der Relegation der EM-Qualifikation hat sich die tschechische Fußballnationalmannschaft eine günstige Ausgangslage verschaffen. Am Freitagabend siegte Tschechien in Prag über Montenegro mit 2:0. Bis zur Hälfte übernahm Tschechien immer mehr die Kontrolle über die Partie und drängte Montenegro in die Defensive. Am Anfang der zweiten Hälfte zirkelte aber Simon Vukčević den Ball in die rechte untere Ecke. Der tschechische Torwart Petr Čech, nach seinem Nasenbeinbruch mit einer speziellen Helm-Maske-Kombination spielte, konnte den Ball noch um den Pfosten lenken. Die Tschechen fingen an, offensiver zu spielen. In der 63.

Minute zog Václav Pilař von links in die Mitte und traf aus 18 Meter die rechte Torecke. In der Nachspielzeit schoss noch Tomáš Sivok nach einem Freistoß von Tomáš Rosický das zweite Tor. Der tschechische Nationaltrainer Michal Bílek sagte nach dem Spiel, er sei mit dem Resultat zufrieden. Diese Leistung müssten die Spieler jedoch am Dienstag in Montenegro wiederholen, so Bílek.

Das Wetter am Sonntag:

Am Sonntag ist es in Tschechien überwiegend heiter. Am Morgen ist mit Frostnebel zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 4 bis 8 Grad Celsius. In Lagen über 1000 Metern erreichen die Höchstwerte 6 Grad Celsius.

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