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- Gewerkschafter fordern Kalouseks Rücktritt und Überarbeitung der Reformen
- John will mit Gewerkschaftschef Zavadil über soziale Auswirkungen der Reformen sprechen
- Präsident Klaus: Streik schadete den Bürgern und nicht den Politikern
- Der Fall angeblicher Bestechung durch Ex-Umweltminister Drobil wird ad acta gelegt
- Uherské Hradiště hat den schönsten Bahnhof in Tschechien
- In Krumau beginnt das Fest der fünfblättrigen Rose
Gewerkschafter fordern Kalouseks Rücktritt und Überarbeitung der Reformen
Die Gewerkschafter werden beim Treffen der Sozialpartner am Montag auch weiterhin verlangen, dass die Regierungsreformen überarbeitet werden. Den Gewerkschaftern zufolge wird beispielsweise die Steuerreform das Defizit der öffentlichen Finanzen erhöhen. Darüber informierte der Chef der Metall-Gewerkschaft Kovo, Josef Středula, am Freitag nach der Sondersitzung der Führung des Gewerkschaftsdachverbandes ČMKOS. Die Gewerkschafter werden zudem verlangen, dass Finanzminister Miroslav Kalousek zurücktritt. Der Chef des Gewerkschaftsdachverbandes ASO, Bohumír Dufek, sagte, Kalousek habe provoziert, als er am Donnerstag vor seinem Ministerium angefangen habe, mit den Demonstranten zu diskutieren. Dufek zufolge riskierte Kalousek eine Zuspitzung der Situation. Dies könne sich ein Minister nicht erlauben, so Dufek.
John will mit Gewerkschaftschef Zavadil über soziale Auswirkungen der Reformen sprechen
Der Chef der Partei der Öffentlichen Angelegenheiten (VV), Radek John, will vor den Verhandlungen der Sozialpartner am Montag mit dem Chef des Gewerkschaftsdachverbands ČMKOS, Jaroslav Zavadil, zusammentreffen. Thema der Gespräche sollen unter anderem die sozialen Auswirkungen der Regierungsreformen sein. John zufolge bemüht sich die VV-Partei, sozial gerecht zu handeln. Johns Partei präsentiert sich als die „linkste“ der drei Koalitionsparteien.
Außenminister Schwarzenberg muss Konzept der Außenpolitik überarbeiten
Die Regierung hat das Konzept der tschechischen Außenpolitik für die nächsten Jahre an Außenminister Karel Schwarzenberg zur Überarbeitung zurückgegeben. Darüber berichtet die Tageszeitung Lidové noviny in ihrer Freitagsausgabe. Vor allem Premier Petr Nečas und Verteidigungsminister Alexandr Vondra hätten kritische Einwände geäußert, heißt es. Das Konzept sei ihnen zufolge zu proeuropäisch, informierte Schwarzenberg. Er räumte ein, dass seine Vorstellung und die von Vondra und Nečas in Bezug auf die Beziehung zur EU deutlich auseinandergingen. Er sei bereit, das Konzept um einige Argumente zu ergänzen, aber nicht den Stil der Europa-Politik zu ändern. Das Konzept wurde auch von Präsident Václav Klaus kritisiert, er befand es als zu bürokratisch und zu wenig politisch.
Streik im Verkehr wurde um Mitternacht beendet
Der 24-stündige Streik, der am Donnerstag den öffentlichen Verkehr in Tschechien lahmgelegt hat, wurde um Mitternacht beendet. Die Züge und die Linien des öffentlichen Nahverkehrs in allen Städten Tschechiens fahren wieder nach Fahrplan. Die Gewerkschafter hatten mit ihrer Protestaktion gegen die Reformpläne der Regierung mobil gemacht.
Präsident Klaus: Streik hat den Bürgern und nicht den Politikern geschadet
Der Streik im öffentlichen Verkehr hat laut Staatspräsident Václav Klaus den Normalbürgern geschadet und nicht den Politikern, wie es die Gewerkschafter geplant hatten. Klaus brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Gewerkschafter für eine bestimmte Zeit auf das Streiken verzichten werden. Das sagte der Staatspräsident am Freitag am Rande der Präsentation einer Festschrift, die anlässlich seines 70. Geburtstags erschienen ist.
Prager Verkehrsbetriebe wollen Zwischenfälle vom Streiktag untersuchen
Der Streik im Prager Nahverkehr hat die Beziehungen zwischen den Mitarbeitern der Prager Verkehrsbetriebe (DPP) und der Betriebsleitung zugespitzt. DPP-Chef Dvořák erklärte am Freitag, er wolle Zwischenfälle untersuchen lassen, die sich angeblich in einigen Wagendepots abspielten. In der tschechischen Metropole fuhr während des Streiks die Metro nicht, und der Bus- und Straßenbahnverkehr war beschränkt. In einigen Wagendepots kam es der Betriebsleitung zufolge zu Streitigkeiten zwischen den Streikenden und denjenigen, die arbeiten wollten.
Der Fall angeblicher Bestechung durch Ex-Umweltminister Drobil wird ad acta gelegt
Die Polizei hat am Donnerstag den Fall der angeblichen Bestechung des abberufenen Chefs des staatlichen Umweltfonds, Libor Michálek, durch den ehemaligen Umweltminister Pavel Drobil ad acta gelegt. Der Kriminalpolizei zufolge geht es nicht um den Verdacht einer Straftat. Darüber informierte am Freitag die Prager Staatsanwaltschaft. Zwischen den Klägern und den Polizisten brach jedoch ein Streit darüber, wer dahinter steht, dass der Fall ad acta gelegt wurde. Die Polizisten von der Antikorruptionssektion stimmen der Entscheidung der Staatsanwaltschaft nicht zu. Polizeipräsident Lessy erklärte gegenüber der Tageszeitung Lidové noviny, dass die Polizisten den Ex-Umweltminister Drobil strafrechtlich verfolgen wollten. Sie beabsichtigten das Abgeordnetenhaus um Drobils Auslieferung zu ersuchen. Die Klägerin sei jedoch, so Lessy, dagegen gewesen. Dem Leiter der tschechischen Zweigstelle von Transparency International, David Ondračka, zufolge ist das Vorgehen der Staatsanwaltschaft gar nicht vertrauenswürdig.
Präsident Klaus erhält Festschrift zum 70. Geburtstag
Anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstags erhielt der tschechische Präsident Václav Klaus an diesem Freitag eine Festschrift, zu der Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland beigetragen haben. Unter den Autoren der Beiträge sind unter andrem der spanische Premier José Maria Aznar oder der einstige politische Gegner von Klaus, Miloš Zeman. Die Buchpräsentation findet im Ballhaus der Prager Burg statt. Die offizielle Geburtstagsfeier, die am Donnerstag auf der Prager Burg stattfinden sollte, hatte Klaus wegen des Streiks der Verkehrsgewerkschafter abgesagt.
Tschechien hat den ersten Fernsehsender nur für Senioren
In Tschechien wurde am Donnerstag der erste Fernsehsender in Betrieb genommen, der sich an Senioren als Zielgruppe wendet. Der Sender Harmonie TV bietet Musik-, Unterhaltungs- und Dokumentarsendungen, dagegen aber keine politische Berichterstattung und keinen investigativen Journalismus. Wie Fernseh-Direktor Jiří Heger am Donnerstag sagte, sei Harmonie TV der erste tschechische Sender, der die demografische Struktur der Bevölkerung in Betracht ziehe.
Uherské Hradiště hat den schönsten Bahnhof in Tschechien
Den schönsten Bahnhof hat die südmährische Stadt Uherské Hradiště. Der Bahnhof hat die meisten Stimmen im Wettbewerb erhalten, der in diesem Jahr bereits zum 5. Mal von der Bürgerinitiative „Entente Florale – Souznění“ organisiert wurde. Die Resultate wurden am Freitag im Senat des tschechischen Parlaments bekannt gegeben. Der Bahnhof wurde 1930 von Architekt Karel Dvořák erbaut und mit mährisch-walachischen Motiven geschmückt.
In Krumau beginnt das Fest der fünfblättrigen Rose
In der südböhmischen Stadt Český Krumlov / Krumau begann am Freitag das 25. Fest der fünfblättrigen Rose. Beim Fest wird an den 400. Todestag von Petr Vok von Rosenberg erinnert. Auf dem Programm des Festes stehen bis zum Sonntag Festumzüge, Ritterturniere, Theatervorstellungen sowie ein Feuerwerk.
Pop-Sängerin Lucie Vondráčková heiratete Eishockeystar Tomáš Plekanec
Die tschechische Pop-Sängerin Lucie Vondráčková ha tam Freitag in Prag den tschechischen Eishockey-Nationalspieler Tomáš Plekanec geheiratet. Darüber informierte der Internetserver „Blesk.cz“. Die Hochzeit fand im engen Familienkreis im Weinberg im Prager Stadtteil Troja. Das Paar lebt seit einigen Monaten in Montreal, wo der 28-jährige Eishockeyprofi Plekanec für den NHL-Klub Montreal Canadiens spielt.
Wetter am Samstag:
Am Samstag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, vor allem am Abend ist mit Schauern, im Osten des Landes zudem mit Gewittern zu rechnen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 18 und 22 Grad Celsius.





