Nachrichten Nachrichten
- Komorowski und Nečas sprachen über die Unterstützung der Demokratie
- Konservative Parteien aus der Welt verurteilen die Gewalt in Libyen
- Tschechische Bürger in Libyen sind wohl behalten
- Reisebüro-Verband: Tschechische Touristen in Neuseeland nicht vom Erdbeben betroffen
- Verfassungsgericht vertagt sein Urteil zum Sparpaket
- Projekt des Museums zum kulturellen Erbe der Deutschen in Tschechien soll bis Juni ausgearbeitet werden
- WTA-Turnier in Doha: Šafářová nach Sieg über Radwaňska in zweiter Runde
Komorowski und Nečas sprachen über die Unterstützung der Demokratie
EU-Länder, die Erfahrungen mit einem undemokratischen Regime haben, haben das moralische Recht und Pflicht, ihre Erfahrungen mit dem Totalitarismus und dem Übergang zum demokratischen System weiter zu vermitteln. Das sagte der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski am Dienstag in Prag. Komorowski sprach den Informationen der polnischen Botschaft zufolge über die Unterstützung der Demokratie im Zusammenhang mit der aktuellen Lage in Nordafrika. Der polnische Präsident sprach zudem mit dem tschechischen Premier Petr Nečas über eine enge Zusammenarbeit der beiden Länder in der zweiten Hälfte dieses Jahres, wo Polen die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen wird. Die beiden Politiker diskutierten auch über die Zusammenarbeit im Wirtschaftsbereich.
Konservative Parteien aus der Welt verurteilen die Gewalt in Libyen
Konservative Parteien aus der ganzen Welt verurteilten am Dienstag in Prag die Gewalttaten in Libyen. Dies wurde auf der Tagung des ständigen auswärtigen Ausschusses der Internationalen Demokratischen Union (IDU) in Prag konstatiert. In der tschechischen Hauptstadt begann die zweitätige Tagung des Vorstands und des auswärtigen Ausschusses der Union, deren Mitglieder mehr als 80 konservative und christlich-demokratische Parteien aus der ganzen Welt sind. Der Präsident der Union, der australische Ex-Premier John Howard, sagte, dass die Internationale Demokratische Union am Mittwoch wahrscheinlich eine Resolution zur Situation in den Ländern Nordafrikas und in den Nahostländern verabschieden wird. Der Gastgeber der IDU-Tagung ist die tschechische Bürgerdemokratische Partei (ODS).
Nečas fordert Einstellung der Gewalt gegen Zivilbevölkerung in Libyen
Der tschechische Premier Petr Nečas hat die Gewalttaten, die an der Zivilbevölkerung in Libyen verübt werden, verurteilt. In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung fordert die Tschechische Republik die libysche Staatsführung zur sofortigen Einstellung der Gewalt auf. Die blutigen Übergriffe auf die Zivilbevölkerung stellen laut Nečas eine unerhörte Verletzung der Menschenrechte dar und haben in einer zivilisierten Welt nichts zu suchen. „Wir sind erschüttert von der brutalen Reaktion des libyschen Regimes auf die Demonstrationen der Bürger“, sagte der Premier. Er reagierte damit indirekt auf die Spekulationen einiger Medien, dass Tschechien trotz des Blutvergießens Gaddafi angeblich unterstütze.
Tschechische Bürger in Libyen sind wohl behalten
Das tschechische Außenministerium hat Informationen über 30 tschechische Staatsbürger, die sich in Libyen aufhalten. Sie seien alle wohl behalten, informierte das Ministerium am Dienstag. Zu den Tschechen in Libyen gehören unter anderem Touristen, von denen einige für zehn Tage in die Wüste reisen. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, tschechische Bürger, die Libyen verlassen wollen, können die regelmäßigen Flugverbindungen oder Sondermaschinen nutzen, die andere europäische Länder in das nordafrikanische Land entsenden. Es gebe auch die Möglichkeit, das Land per Schiff zu verlassen, so der Sprecher.
Konsulat in Sydney sucht nach Informationen über Tschechen in Neuseeland
Bislang gibt es keine Informationen darüber, ob auch tschechische Bürger vom Erdbeben in Neuseeland betroffen waren. Dies teilte der Leiter des tschechischen Konsulats in Sydney, Pavel Pitel, am Dienstag der Nachrichtenagentur ČTK mit. Ein Sprecher des tschechischen Außenministeriums erklärte, das Konsulat in Sydney sei mit den Auslandstschechen und tschechischen Studenten in Neuseeland in Kontakt. Da sich im Land viele tschechische Touristen und Studenten aufhalten, werde das Konsulat nach weiteren Informationen suchen, so der Sprecher.
Reisebüro-Verband: Tschechische Touristen in Neuseeland nicht vom Erdbeben betroffen
Tschechische Reiseveranstalter, die Kunden in Neuseeland haben, haben Ausflüge in die Erdbebenregion storniert. In Neuseeland halten sich zurzeit rund 500 tschechische Touristen auf. Den bisherigen Informationen zufolge wurde keiner von ihnen beim Erdbeben verletzt. Darüber informierte am Dienstag der Sprecher des Verbandes tschechischer Reisebüros, Tomio Okamura. Dem Verband nach besuchen rund 5000 tschechische Touristen jährlich Neuseeland, rund 1200 davon über Reisebüros, die anderen individuell.
Verfassungsgericht vertagt sein Urteil zum Sparpaket
Das Verfassungsgericht hat sein Urteil zum Sparpaket der tschechischen Regierung auf unbestimmte Zeit vertagt. Das Plenum müsse den Befund noch ausarbeiten, hieß es. Am Dienstag hörten die Richter die Zeugenaussage der Chefin des Abgeordnetenhauses, Miroslava Němcová, in diesem Fall. Laut Němcová hat die Regierungsmehrheit mit der Verabschiedung des Sparpakets im so genannten legislativen Notstand nicht die Rechte der Opposition verletzt. Der legislative Notstand hatte der Regierung ermöglicht, das Sparpaket schneller durchzusetzen. Die oppositionellen Sozialdemokraten bezweifeln jedoch, dass dieses Vorgehen mit der Verfassung zu vereinbaren ist.
Umstrittene Sicherheitsagentur ABL verkauft Detektei nach Pardubice
Die Sicherheitsagentur ABL, die vor einigen Monaten noch dem heutigen Verkehrsminister Bárta gehörte und dann in den Besitz seines Bruders überging, hat ihre umstrittene Detektivabteilung verkauft. Käufer ist laut einem Bericht der Zeitung Lidové noviny die Firma Larsen aus Pardubice, die kurz vor der Transaktion den Eigentümer gewechselt hat. Damit bietet die Sicherheitsagentur ABL nur noch Objektschutz an.
ABL stand vor allem in den letzten Wochen in der Kritik, da sich herausgestellte, dass Detektive der Firma 2007 Politiker des Stadtteils Prag 11 bespitzelt hatten. Verkehrsminister Bárta hatte im Herbst gegenüber dem Premier jedoch sein Ehrenwort gegeben, dass die Berichte falsch seien.
Das Vertrauen in die tschechische Wirtschaft ist im Februar gesunken
Das Vertrauen in die tschechische Wirtschaft ist gesunken. Im Vergleich zum Januar ist das Vertrauen im Februar um 1,7 beziehungsweise 1,5 Prozentpunkte in der Unternehmersphäre und bei den Verbrauchern gesunken, wie das Tschechische Statistikamt meldet. Im Vorjahresvergleich sind die Werte jedoch besser. Der Vertrauensindex der Verbraucher hat um 8,1 Prozentpunkte zugelegt, bei den Unternehmern sogar um 10,5 Prozentpunkte. Die Befragten gaben an, im nächsten Quartal eine Besserung der Situation zu erwarten.
Projekt des Museums zum kulturellen Erbe der Deutschen in Tschechien soll bis Juni ausgearbeitet werden
Das Projekt eines Museums zum kulturellen Erbe der Deutschen in Böhmen und Mähren im nordböhmischen Ústí nad Labem / Aussig wird bis Ende Juni dieses Jahres ausgearbeitet. Das Projekt wird von der wissenschaftlich-kulturellen Bildungseinrichtung Collegium Bohemicum betreut. Das Museum wird im renovierten Gebäude des Stadtmuseums von Ústí untergebracht. Die geplante Dauerausstellung soll umgerechnet 1,2 bis 2 Millionen Euro kosten, wie der Vorsitzende des Verwaltungsrats des Collegium Bohemicum, Petr Gandalovič, ausführte. Die Stadt verbürgte sich am Dienstag gegenüber dem Collegium für einen Kredit über 160.000 Euro für die Ausarbeitung des Projektes. Laut Gandalovič wurden dem Collegium zudem umgerechnet 480.000 Euro aus den EU-Fonds für das Museum versprochen.
EU erkennt die tschechische Wurst „Špekáček“ als garantiert traditionelle Spezialität an
Die Europäische Union hat das tschechische Wurstprodukt „Špekáček“ – Speckwurst in die Liste der garantiert traditionellen Spezialitäten aufgenommen. Damit darf der Markenname Špekáček nur geführt werden, wenn das Produkt nach dem traditionellen tschechischen oder slowakischen Rezept hergestellt wurde. Das EU-Logo weist das Produkt als garantiert traditionell aus. Es sei ein Sieg der Fleischproduzenten über die Lebensmittelketten, die den Markt mit Fleischersatzprodukten überschwemmten, hieß es seitens der tschechischen Lebensmittelkammer.
Der Špekáček muss nach dem hiesigen traditionellen Rezept aus mindestens 56 Prozent Rind- und Schweinefleisch bestehen und darf kein Mehl, Knochenmehl oder Soja enthalten.
WTA-Turnier in Doha: Šafářová nach Sieg über Radwaňska in zweiter Runde
Die tschechische Tennisspielerin Lucie Šafářová hat beim WTA-Turnier in Doha die zweite Runde erreicht. Am Montag besiegte die 24-jährige Tschechin Agnieszka Radwaňska aus Polen mit 7:6 und 6:3. Damit durchbrach Šafářová ihre Negativserie der letzten beiden Turniere in Dubai und in Paris, wo sie jeweils in der ersten Runde scheiterte.
Das Wetter am Mittwoch, 23.02.:
Am Mittwoch ist es in Tschechien überwiegend heiter, nur im Nordosten ist es bedeckt mit Schneeschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen auf -6 bis -2 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter bleibt es sehr frostig bei -9 Grad Celsius.





