Nachrichten Nachrichten
- Frosttemperaturen erschweren Bahnverkehr in ganz Tschechien
- Právo und MfD: Im Massengrab bei Dobronín waren 13 Menschen begraben
- In allen Wintersportzentren Tschechiens begann die Skisaison
- Boxer Konečný verteidigt seinen EM-Titel im Superweltergewicht
Tiefe Temperaturen erschweren den Bahnverkehr
Die Frosttemperaturen erschweren seit Samstagmorgen den Bahnverkehr in ganz Tschechien. An vielen Orten sank die Temperatur in der Nacht auf Samstag unter -20 Grad Celsius. Der Verkehr auf der Strecke Prag-Pilsen brach wegen eingefrorenen Weichen für einige Stunden vollständig zusammen. Der erste Fernzug nach Nürnberg verließ Prag erst um 10 Uhr mit einer 270 Minuten Verspätung. Probleme und große Zugverspätungen gibt es auch auf anderen Bahnstrecken. Der Supercity-Zug aus Bohumín nach Prag hatte eine Zweistunden-Verspätung, der Eurocity aus Prag nach Wien 50 Minuten- Verspätung. Schwierigkeiten haben die Eisenbahner auch auf der Bahnstrecke Richtung Prag – Vršovice. Tiefe Temperaturen führen zu Störungen in den Bahntunneln in Prag – Vinohrady.
Nähere Informationen zu den Behinderungen im Bahnverkehr erhalten Sie – auch auf Deutsch – am Kundentelefon der Tschechischen Bahnen (ČD): (00420) 840 112 113 oder per Mail unter info@cd.cz
Im Mährisch-schlesischen Landkreis verschlechtert sich die Smog-Situation
Im Mährisch-schlesischen Landkreis herrscht erneut die Smog-Warnung. Während der Nacht auf Samstag hat sich die Situation noch verschlechtert. Die Feinstaubkonzentration war viermal höher als die Grenzwerte. Die schlechtesten Werte wurden am Samstagmorgen in der Region von Karviná gemessen. In Nordböhmen ist dagegen die Luft im Vergleich mit dem Freitag etwas besser geworden. Die Feinstaubkonzentrationen überschritten aber auch weiterhin bedeutend die Grenzwerte. Die Meteorologen machten am Samstagvormittag auch in Mittelböhmen auf Smog aufmerksam.
Frostwetter fordert in Prag das siebte Opfer
Das eiskalte Wetter hat in Prag seit dem Oktober schon das siebte Opfer gefordert. Ein toter Mann wurde am Samstagmorgen neben dem Supermarkt Albert im Prager Stadtteil Libeň gefunden. Der Sprecherin des Prager Rettungsdienstes zufolge konnte eine der Todesursachen die Unterkühlung sein. Die Identität des etwa 50jährigen Mannes kennt die Polizei bislang nicht. Schon am Freitagmorgen wurde ein toter Mann auf einer Bank vor der Metro-Haltestelle Zličín gefunden. Die Prager Stadtpolizisten kontrollieren wegen Frostwetter seit Freitag häufiger Orte, an denen sich Obdachlose aufhalten.
Právo und MfD: Im Massengrab bei Dobronín 13 Menschen, Todesursache unbekannt
Im Massengrab in Dobronín / Dobrenz (Region Jihlava / Iglau), in dem sich angeblich sterbliche Überreste der nach dem Zweiten Weltkrieg umgebrachten Deutschen befanden, waren mindestens 13 Menschen, höchstwahrscheinlich Männer, begraben. Die Todesursache konnte aber während der jüngsten Untersuchungen an der Brünner Masaryk-Universität nicht festgestellt werden. Darüber informierten die Tageszeitungen „Mladá fronta Dnes“ und „Právo“ in ihren Wochenendausgaben. Die Zeitungen beriefen sich auf Anthropologin Petra Urbanová. Die Verstorbenen seien im Alter zwischen 30 und 60 Jahren gewesen. Nach Aussagen von Verwandten der Opfer wurden die Deutschen mit Schaufeln und Spaten totgeschlagen. Entweder habe es keine tödlichen Verletzungen an den Knochen gegeben oder sei es einfach nicht mehr möglich, die Verletzungen an den zersplitterten Knochenfragmenten zu erkennen, zitiert die „Mladá fronta Dnes“ die Anthropologin. Der „Právo“ zufolge soll nun eine DNA-Analyse der Knochenfragmente durchgeführt werden, um sie mit der DNA der eventuellen Verwandten vergleichen zu können. Die Kriminalpolizei untersucht den Fall wegen Mordverdacht.
Dichter Jirous eröffnet in New York seine Tournee durch die USA und Kanada
Der tschechische Dichter Ivan Martin Jirous, der unter dem Namen Magor bekannt ist, eröffnete am Freitag in New York seine einwöchige Tournee durch die USA und Kanada. Der 66-jährige Undergrounddichter trug mit einer Bierflasche in der Hand an der Columbia University seine Gedichte vor. Darunter waren auch ältere Gedichte, in den sich Magors Erfahrung mit dem langen Aufenthalt im kommunistischen Gefängnis widerspiegelt. Während des Abends trat auch die Band Plastic People of the Universe auf, mit der Jirous zusammenarbeitete. Der Dichter hat Lesungen noch im Tschechischen Zentrum in New York, auf den Konsulaten in Chicago und in Toronto sowie auf der Botschaft in Ottawa. Jirous wird auch sein Buch „Magor dětem“ (Magor den Kindern) vorstellen, die er als politischer Gefangener in den 1980er Jahren im Gefängnis in Valdice geschrieben hatte.
Nationaltheater Brünn erinnert an Dichter Jan Zahradníček
Das Schauspielensemble des Nationaltheaters Brünn wird mit einem Kammerabend an die Persönlichkeit und das Werk des katholischen Dichters Jan Zahradníček erinnern. Seit dem Tod des Dichters sind im Oktober 50 Jahre vergangen. Der Abend mit dem Titel „Die Theatervigilie für Jan Zahradníček“ findet am 7. Dezember im Mahen-Theater statt. Zahradníček (1905-1960) ist als ein spirituell orientierter Dichter, scharfer Polemiker und Redakteur der katholischen Revue „Akord“ bekannt geworden. Wegen seinen antikommunistischen Ansichten wurde er nach 1948 verfolgt. In einem Schauprozess wurde er zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Gefängnis hat sich Zahradníčeks Gesundheit verschlechtert. Er starb kurz nach seiner Freilassung. Während des Kommunismus verschwand sein Name aus den Lehrbüchern. Heutzutage gehört Zahradníček zu den am meisten anerkannten tschechischen Dichtern.
Tausende von Menschen schauten sich die Schlacht bei Austerlitz an
Tausende von Menschen haben sich am Samstag die Vorstellung bei Tvarožná bei Brünn angeschaut, die an Napoleons Sieg in der Schlacht bei Austerlitz vor 205 Jahren erinnerte. Die Nachstellung der Dreikaiserschlacht war umso realistischer, da auf den Feldern sowie dem Hügel Santon, von dem aus Napoleon die Kämpfe geplant hatte, Schnee lag. Auch 1805 lag auf den Feldern Schnee. An der Nachstellung der Schlacht nahmen rund 1200 Anhänger der Militärgeschichte aus vielen Ländern teil. In der Rolle von Kaiser Napoleon stellte sich der Franzose Frank Samson vor.
Jaroslav Finkous aus Liblice kann das beste Karpfengericht kochen
Das beste Karpfengericht auf böhmische Art kann Jaroslav Finkous aus Liblice zubereiten. Sein Karpfenfilet mit Lebkuchenkruste und Pastinakenpüree siegte im gastronomischen Wettbewerb mit dem Titel „Der böhmische Karpfen“. Am Finale des 5. Wettbewerbs der Köche im Hotel Zvíkov in Zvíkovské Podhradí nahmen zwölf Teilnehmer in der Senioren- und Juniorenkategorie teil. Finkous servierte das Karpfenfilet nicht nur mit dem Pastinakenpüree, sondern auch mit einer Sauce aus Traubenmus. Unter den Junioren feierte Petr Dubský aus Klatovy / Klattau bei der Jury Erfolg. Dubský servierte ihr einen gespickten Karpfen mit Ragout aus Zwiebeln und Pilzen, Graupenrisotto und Petersiliensauce.
In allen Wintersportzentren Tschechiens begann die Skisaison
In allen tschechischen Skisportzentren – vom Erzgebirge bis zu den Beskiden - begann am Samstag die Skisaison. Bei sonnigem und frostigem Wetter konnte man am Samstag auch zum ersten Mal in der Saison in Mittelböhmen Ski fahren. So haben rund 1500 Skisportler und Snowboardfahrer am Samstag das Wintersportzentrum in Monínec besucht.
Boxer Konečný verteidigt seinen EM-Titel im Superweltergewicht
Der tschechische Boxer Lukáš Konečný hat seinen EM-Titel im Superweltergewicht behauptet. Am Freitagabend bezwang der 32-jährige Tscheche in Prag Hamlet Petrosyan einstimmig nach Punkte und erreichte seinen 44. Sieg im 47. Profi-Kampf. Konečný war im Kampf gegen den in der Schweiz lebenden Armenier aktiver. Die Punktrichter werteten 118:110, 119:109 und 119-109 für den tschechischen Boxer.
Floorball-WM in Helsinki: Tschechien – Italien 16:0
Die tschechische Floorball-Nationalmannschaft hat im ersten Spiel auf der Floorball-WM in Helsinki am Samstag das Team Italiens mit 16:0 besiegt. Am Sonntag werden die tschechischen Floorballspieler mit einem weiteren Outsider der Gruppe D, der japanischen Nationalmannschaft, Kräfte messen.
In Šindelová bei Sokolov wurde die Rekordtemperatur von -23 Grad Celsius gemessen
An fünf Orten in Westböhmen wurden in der Nacht auf Samstag Rekordtemperaturen gemessen. Am kältesten war es in Šindelová bei Sokolov im Erzgebirge, wo die Temperatur auf –23 Grad Celsius sank.
Das Wetter für Sonntag, 5. Dezember: bedeckt, maximal -2 Grad, Glatteis
Am Sonntag ist es bewölkt bis bedeckt, es ist mit Frostnebel und mit schwachen Schneeschauern zu rechnen. Die höchsten Temperaturen erreichen -6 bis -2 Grad Celsius. Am Abend kann sich in Nordwestböhmen Glatteis bilden.





