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- Präsident Klaus spricht sich für Botschaftsschließungen in kleinen EU-Ländern aus
- Das Außenministerium plant die Entlassung von 325 Mitarbeitern
- Verteidigungsminister Vondra leitet erste Maßnahmen gegen Korruption ein
- Neues Schuljahr in Tschechien beginnt mit einigen Änderungen
- Die ökologische Landwirtschaft in Tschechien boomt
Präsident Klaus spricht sich für Botschaftsschließungen in kleinen EU-Ländern aus
Präsident Klaus hat sich für die Schließung tschechischer Botschaften in kleineren EU-Ländern ausgesprochen. Bei einem Treffen mit tschechischen Botschaftern auf der Prager Burg sagte Klaus, er sehe keinen Grund für die Existenz tschechischer Botschaften in kleinen Ländern der Europäischen Union, da die Union im eigentlichen Sinne kein Ausland mehr sei. Im Zusammenhang mit den vom Außenministerium geplanten Botschaftsschließungen in einer Reihe von Nicht-EU-Ländern, warnte der Präsident außerdem vor voreiligen Entscheidungen.
Das Außenministerium plant die Entlassung von 325 Mitarbeitern
Das tschechische Außenministerium plant mindestens 325 Mitarbeiter zu entlassen. Das sind 16 Prozent der Mitarbeiterschaft. Darüber informierte das Ministerium am Mittwoch. Damit sollen mehr Mitarbeiter entlassen werden als ursprünglich vorgesehen. Noch am Montag hatte Außenminister Schwarzenberg von rund 250 Entlassungen gesprochen. Das Ministerium muss starke Einschnitte im Etat umsetzen, welche die Regierung unlängst für alle Ressorts beschlossen hatte. Außerdem sollen Botschaften unter anderem im Kongo, in Venezuela und im Jemen geschlossen werden. Mitte September legt das Außenministerium einen umfassenden Sparplan vor.
Verteidigungsminister Vondra leitet erste Maßnahmen gegen Korruption ein
Verteidigungsminister Vondra hat in seinem Ressort erste systematische Schritte eingeleitet, um das Risiko von Korruption zu verringern. Dazu berief er den Direktor für die Eigentumsverwaltung, Jiří Král, ab. Ihn ersetzt in der neu geschaffenen Funktion des Generalsekretärs Jan Vylita. Außerdem wies der Verteidigungsminister eine Überprüfung aller alten, laufenden sowie in Vorbereitung befindlichen Verträge an. Vondra kündigte an, alle Abteilungen des Ministeriums auf Betrug und Manipulation überprüfen zu lassen. Vor Kurzem hatte Vondra Staatssekretär Kopřiva abberufen, da dieser eine millionenschwere Provision für einen Rüstungskauf kassiert haben soll. Das Verteidigungsministerium gerät seit vielen Jahren wegen Fällen von Korruption in die Schlagzeilen.
Neues Schuljahr in Tschechien beginnt mit einigen Änderungen
Für mehr als 1,2 Millionen tschechische Kinder und Jugendliche hat am Mittwoch ein neues Schuljahr begonnen. Davon sind 96.000 Erstklässler. Es ist das erste Schuljahr, in dem die Abiturienten ein staatliches Zentralabitur ablegen werden. In den Grundschulen wurden zudem neue Fächer eingeführt wie ethische Erziehung, Tanz oder Film. Eine weitere Änderung betrifft die Schrift. Bisher war die reine Schreibschrift obligatorisch, nun wird in 40 Grundschulen versuchsweise eine einfachere Schrift gelehrt, die sich stärker an die Druckschrift anlehnt.
Wegen der demographischen Entwicklung haben die tschechischen Mittelschulen in diesem Schuljahr 16.000 Kinder weniger aufgenommen. Das Schulministerium hat deswegen angekündigt, mit den Kreisen über die Schließung von Schulen zu verhandeln.
Zum Auftakt des Schuljahres besuchte Václav Klaus eine Grundschule in Litomyšl, die in privater Initiative den Staatspräsidenten um den Besuch gebeten hatte. Klaus appellierte an die Kinder, im Unterricht möglichst gut aufzupassen.
Tschechische Expertengruppe soll mehr Geld aus den Europäischen Fonds garantieren
Das Ministerium für Regionalentwicklung hat eine Expertengruppe gebildet, die dem Land helfen soll, ab 2013 mehr Mittel aus den Europäischen Fonds zu erhalten. In der Kommission sind unter anderem tschechische Europapolitiker vertreten, wie der frühere EU-Kommissar Pavel Telička und der Europaabgeordnete Jan Březina. Bereits am Dienstag ist die Expertengruppe zusammengetreten und hat über künftige Bedürfnisse und Prioritäten Tschechiens beraten. Für die Periode von 2007 bis 2013 kann Tschechien insgesamt 26,7 Milliarden Euro in Brüssel beantragen.
Die ökologische Landwirtschaft in Tschechien boomt
Die Anzahl ökologischer Landwirtschaftsbetriebe in Tschechien ist in der ersten Jahreshälfte so stark angestiegen wie noch nie. Innerhalb von gut sieben Monaten ist die Zahl ökologisch anbauender Betriebe auf insgesamt 3500 angestiegen; das ist eine Zunahme von 30 Prozent, der stärkste Zuwachs in dieser Branche in den letzten 20 Jahren, wie am Mittwoch das zuständige Ministerium erklärte. Damit werden in Tschechien insgesamt 55.000 Hektar Ackerfläche nach den Regeln der ökologischen Landwirtschaft bestellt. Seit 2009 habe sich auch der Trend zum Direktverkauf von Biolebensmitteln gefestigt. Besonders beliebt seien die an vielen Orten eingeführten Bauernmärkte, hieß es seitens des Landwirtschaftsministeriums.
Hochwassergefahr in Mähren und Ostböhmen zunächst gebannt
Die Hochwassergefahr in Mähren und Ostböhmen ist zunächst gebannt. Die Wasserpegel von Bächen und Flüssen waren am Mittwoch aufgrund anhaltender Regenfälle vor allem im Mährisch-schlesischen Kreis und in Nordostböhmen gestiegen. Am Nachmittag hatte der Regen nachgelassen. Der Hochwasseralarm in vier Ortschaften konnte wieder aufgehoben werden. Für Nordmähren haben die Meteorologen allerdings weitere Regenfälle bis in den Abend hinein angekündigt.
Insgesamt 160 Mal war die Feuerwehr im Mährisch-schlesischen Kreis bis Mittwochmorgen ausgerückt, um Keller auszupumpen oder umgestürzte Bäume zu entfernen.
Martin Jahn wechselt in die VW-Firmenzentrale nach Wolfsburg
Der tschechische Chef des Volkswagen-Konzerns für Russland, Martin Jahn, wird ab Oktober eine Position in der VW-Firmenzentrale in Wolfsburg übernehmen. Dies meldete die Nachrichtenagentur ČTK am Mittwoch unter Berufung auf eine Pressemitteilung von VW. Demnach soll Jahn vom Stammsitz aus den internationalen Firmenwagenverkauf leiten.
Der 40-jährige Martin Jahn ist der Vorsitzende des tschechischen Verbandes der Autohersteller und sitzt im Aufsichtsrat der tschechischen VW-Tochter Škoda. Ab 2006 gehörte Jahn dem Škoda-Vorstand an, im April 2008 wechselte er nach Russland und leitete dort den Verkauf des Volkswagen-Konzerns.
Ein Drittel der Erstklässler in Tschechien besitzt schon ein eigenes Handy
Rund ein Drittel der neuen Erstklässler in Tschechien besitzt ein eigenes Handy oder wird es im Laufe des Schuljahres bekommen. Das geht hervor aus einer Untersuchung des Mobilfunkanbieters Vodafone. Danach hat bereits die Hälfte aller Schüler in der vierten Klasse und im Alter von 14 Jahren fast jeder ein eigenes Handy. Drei Viertel aller Eltern kaufen ihren Sprösslingen Mobiltelefone, um mehr Kontrolle zu haben, heißt es in der Untersuchung von Vodafone.
Tennis – US Open: Weitere Tschechen scheiden zum Auftakt aus
Beim vierten Grand-Slam-Turnier des Jahres, den US Open, haben tschechische Tennisspieler und Tennisspielerinnen einen äußerst schlechten Start erwischt. Insgesamt elf von ihnen schieden bisher bereits in der Auftaktrunde aus. Am Dienstag traf es bei den Männern unter anderem den im Feld gesetzten Radek Štěpánek. Štěpánek, der im vergangenen Jahr bei den US Open das Achtelfinale erreichte, unterlag in vier Sätzen mit 4:6, 2:6, 6:4 und 4:6 dem Franzosen Julien Benneteau. Bei den Frauen verloren Barbora Záhlavová-Strýcová und Lucie Šafářová ihre Auftaktmatches. Lediglich Iveta Benešová erreichte am Dienstag die zweite Runde. Benešová gewann gegen die Spanierin Nuria Llagostera in zwei Sätzen mit 6:3 und 7:6. Hoffnungsträger Tomáš Berdych, der dieses Jahr in Wimbledon im Finale stand, bestreitet sein Erstrundenmatch erst am Mittwochabend. Am Montag hatte als einzige Tschechien Petra Kvitová die zweite Runde der US Open erreicht.
Das Wetter am Donnerstag, 02. September:
Am Donnerstag ist es in Tschechien überwiegend bewölkt bis bedeckt. Von Nordwesten her zieht eine Regefront auf. Im Süden ist anfangs noch heiter. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 14 bis 18 Grad Celsius.





