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- Außenministerium: Tschechien beteiligte sich an keiner Entschädigung für Libyen
- Zwei Menschen starben in einer verlassenen Fabrikhalle in Kladno
- In Prag begann die Sommerschule slawischer Studien
Außenministerium: Tschechien beteiligte sich an keiner Entschädigung für Libyen
Tschechien, Katar und Bulgarien gehören der libyschen Regierung zufolge zu Staaten, die zum internationalen Fonds beigetragen haben, aus dem Familien von HIV-kranken libyschen Kindern entschädigt werden sollen. Darüber informierte am Samstag die Agentur Reuters. Die Entschädigung führte zur Freilassung von bulgarischen Krankenschwestern und eines Arztes, die von libyschen Gerichten zum Tod verurteilt wurden. Das tschechische Außenministerium hat die Informationen über den angeblichen Anteil Tschechiens an der Entschädigung am Samstag erneut zurückgewiesen. Der tschechische Premier Mirek Topolanek hatte am vergangenen Mittwoch erklärt, Tschechien habe nie über eine finanzielle Entschädigung Libyens und schon gar nicht über die Verzeihung libyscher Schulden verhandelt.
Zwei Menschen starben beim Unglück in einer verlassenen Fabrikhalle in Kladno
Im Areal der ehemaligen Stahlhütte in Kladno (Mittelböhmen) ist am Samstagmorgen ein Teil der nicht mehr genutzten Fabrikhalle eingestürzt und hat einige Menschen verschüttet. Zwei Menschen sind ums Leben gekommen, drei weitere haben Schwerverletzungen erlitten. Ein Mann habe sich, so eine Polizeisprecherin, ohne Hilfe anderer gerettet und ist vom Ort weggelaufen. Alles zeuge, so die Sprecherin, davon, dass die Männer versuchten, die verlassene Konstruktion auseinander zu nehmen, um Eisen weg zu tragen. Der Oberbürgermeister von Kladno Dan Jiranek erklärte, dass sich jemand bereits früher bemüht hat, die verlassene Konstruktion auseinander zu nehmen. Am Freitagabend habe, so Jiranek, die Stadtpolizei zwanzig Leute aus der Halle ausgewiesen, die Stahl aus der Konstruktion herauszuschneiden versuchten.
Paroubek: Dienstbier ist nicht der einzige in Frage kommende Präsidentschaftskandidat
Der Parteichef der oppositionellen Sozialdemokraten, Jiri Paroubek, hat am Samstag gegenüber Medien erklärt, dass der ehemalige tschechoslowakische Außenminister Jiri Dienstbier nicht die einzige Persönlichkeit ist, die als Präsidentschaftskandidat für die Sozialdemokraten in Frage kommt. Paroubek betonte, dass es notwendig ist, in den Kampf um den Präsidentenposten eine Persönlichkeit zu entsenden, die außerhalb der CSSD steht. Der Kandidat müsse, so Paroubek, in der Lage sein, in der Präsidentenwahl den gegenwärtigen Präsidenten Vaclav Klaus zu schlagen. Der Vizechef der CSSD, David Rath, räumte jedoch vor kurzem ein, dass die inoffiziellen Konsultationen über den geeigneten Kandidaten bislang kein Resultat gebracht haben.
Soldaten bereiten sich auf Einsatz in Afghanistan vor
Soldaten, die in einigen Tagen zu einem viermonatigen Einsatz nach Afghanistan reisen, haben sich vor der Abreise am Freitag in den Kasernen in Chrudim feierlich verabschiedet. Eine Truppe tschechischer Soldaten wird für den medizinischen Dienst auf dem Flughafen in Kabul verantwortlich sein. Nach Kabul werden auch ABC-Experten entsendet, und ein regionales Aufbauteam wird in Feyzabad in Nordafghanistan stationiert sein. Darüber informierten die Oberbefehlshaber der Militärkontingente die Medien.
Tschechien hilft von Waldbränden betroffenem Mazedonien
Tschechien wird Mazedonien, die von Waldbränden betroffen ist, humanitäre Hilfe liefern. Mazedonien wird die notwendige Feuerwehrausrüstung zur Verfügung gestellt. Dies sagte ein Sprecher der Tschechischen Feuerwehr. Dem Sprecher zufolge ist Tschechien bereit, ähnliche Hilfe auch Albanien zu gewähren, wo auch Waldbrände ausgebrochen sind. Tschechien wartet nur auf die Bestätigung der albanischen Seite, dass sie die angebotene Hilfe akzeptiert. Die materielle Hilfe wird vom Innen- und Außenministerium organisiert.
Polizei legt den Fall ermordeter junger Deutscher von 1945 ad acta ab
Die Polizei hat den 62 Jahre alten Fall von sieben ermordeten deutschen Jungen in Postoloprty / Postelberg ad acta gelegt. Sieben Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren wurden im Juni 1945 von tschechischen Soldaten und Mitgliedern der so genannten "Revolutionsgarden" erschossen. Den Polizisten gelang es jedoch nicht, die Täter zu identifizieren. Außerdem sind sie der Meinung, dass die Täter schon tot sind. Über den Fall informierte die Tageszeitung Mlada fronta Dnes in ihrer Wochenendausgabe. Die tschechische Kriminalpolizei begann sich mit dem Verbrechen vor einem Jahr zu beschäftigen, als sie entsprechende Unterlagen von der deutschen Polizei erhielt.
In Prag beginnt die Sommerschule slawischer Studien
Im Prager Karolinum wurde am Samstag die Sommerschule slawischer Studien feierlich eröffnet. Für 200 Ausländer, die Tschechisch lernen wollen, sind neben Vorlesungen und Seminaren auch Konzerte, Filmvorstellungen und Ausflüge vorbereitet. Die Teilnehmer des Sommerkurses, der von der philosophischen Fakultät der Karlsuniversität veranstaltet wird, stammen aus 36 Ländern.
Benes-Büste soll im Rathaus von Cesky Krumlov stehen
Die Büste des ehemaligen tschechoslowakischen Staatspräsidenten Edvard Benes, über deren Installierung im Hotel "Ruze" im südböhmischen Cesky Krumlov / Krumau sich Sudetendeutsche und einige bedeutende österreichische Politiker beschwert hatten, soll künftig im Rathaus stehen. Wie die Tageszeitung Lidove noviny in ihrer Wochenendausgabe informierte, hat angeblich ein deutscher Besitzer das Hotel gekauft, der sich nicht wünscht, dass die Büste im Hotelhof steht.
Pilsen will Dokumentarfilm über Aufstand gegen Währungsreform von 1953 finanzieren
Die westböhmische Stadt Plzen will einen Dokumentarfilm über den Aufstand der Bewohner gegen die Währungsreform vom 1. Juni 1953 finanzieren. Der Aufstand stellt den ersten offenen Widerstand gegen das kommunistische Regime nach 1948 dar. Den Dokumentarfilm will Pilsen der Öffentlichkeit nächstes Jahr anlässlich des 55. Jahrestags der Ereignisse vorstellen.
Wetter
Am Sonntag wird s in Tschechien vorwiegend bewölkt sein, vor allem in Böhmen ist mit Schauern und vereinzelt auch mit Gewittern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 21 und 24 Grad, in Südostmähren erreichen sie 26 Grad Celsius.





