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- In Pilsen wird an die Befreiung der Stadt durch die US-Armee 1945 erinnert
- Vor 62 Jahren fand der Prager Aufstand statt
- Prag schloss dem internationalen Million Marihuana March an
In Pilsen wird des 62. Jahrestags der Befreiung der Stadt durch die US-Armee gedacht
Im westböhmischen Plzen / Pilsen erreichen die Feierlichkeiten anlässlich des 62. Jahrestags der Befreiung der Stadt durch die US-amerikanische Armee am Wochenende ihren Höhepunkt. Während der dreitägigen Feierlichkeiten, die "Slavnosti svobody" genannt werden, finden Gedenkveranstaltungen an Denkmälern für die Kriegsopfer statt. Außerdem werden in Pilsen zahlreiche Konzerte und Ausstellungen organisiert. Nach Pilsen kommen jedes Jahr einige der US-Soldaten, die sich an der Befreiung der Stadt im Mai 1945 beteiligten.
US-Botschafter Graber schenkte Pilsen historische Dokumente von 1945
Der US-amerikanische Botschafter in Tschechien, Richard Graber, hat am Samstag der Stadt Pilsen eine Sammlung von Fotografien, Büchern und weiteren historischen Materialen geschenkt, die vor allem aus dem Jahr 1945 stammen. Die Materialen, die der Botschafter nach Pilsen brachte, befanden sich in den Archiven in den USA. Einige der Dokumente haben die Amerikaner von den Tschechen erst nach 1945 erhalten. Es handelt sich um Materialien von während des kommunistischen Regimes verbotenen Veranstaltungen, die die Bürger der US-amerikanischen Botschaft geheim überreicht hatten.
In Prag wurde an den Prager Aufstands erinnert
An verschiedenen Orten der tschechischen Hauptstadt wurde am Samstag des 62. Jahrestags des Prager Aufstands gedacht. Am Vormittag trafen einige der Zeitzeugen vor einer Gedenktafel auf dem Altstädter Ring zusammen. Der Präsident des Senats des tschechischen Parlaments, Premysl Sobotka, hob in seiner Rede die Bedeutung des bewaffneten Aufstands gegen die Nazis hervor. Ein Gedenkakt fand auch vor dem Gebäude des Tschechischen Rundfunks statt. Senatspräsident Premysl Sobotka, die Vizevorsitzende des Abgeordnetenhauses Lucie Talmanova, Verteidigungsministerin Vlasta Parkanova und weitere Redner würdigten den Mut der Menschen, die im Mai 1945 den Rundfunk verteidigten. Sobotka und Generaldirektor des Tschechischen Rundfunks Vaclav Kasik erinnerten daran, dass der Rundfunk eines der Zentren des Geschehens auch im Jahre 1968 während der Invasion der Warschauer Pakttruppen in die Tschechoslowakei war.
Schulgewerkschaften kritisieren die geplante Reform öffentlicher Finanzen
Der Gewerkschaftsverband der Beschäftigten im Schulwesen stimmt der vom Kabinett vorgeschlagenen Reform der öffentlichen Finanzen nicht zu. In einer Erklärung, die auf dem Kongress des Verbands am Samstag in Prag verabschiedet wurde, lehnen die Gewerkschafter ab, dass die Reform zum Vorwand wird, um dringende Probleme des Schulwesens erst später lösen zu wollen. Die Gewerkschafter halten vor allem niedrige Löhne der Lehrer für ein dringendes Problem.
Wird Krejcir erst nach Jahren in Tschechien auftauchen?
Der tschechische Justizminister Jiri Pospisil hat zugegeben, dass es Monate oder sogar Jahre lang dauern kann, bis der vor der tschechischen Justiz geflüchtete Millionär Radovan Krejcir wieder in Tschechien auftauchen wird. Das sagte der Justizminister im Gespräch für die Samstagausgabe der Tageszeitung Mlada fronta Dnes. Krejcir wurde vor kurzem in Johannesburg verhaftet. Nach Südafrika reiste er unter einem falschen Namen. Die tschechische Polizei verfolgt Krejcir unter anderem wegen angeblich geplanten Auftragmord und weiterer Straftätigkeit.
In Prag wird für die Legalisierung von Marihuana demonstriert
Die Befürworter der Legalisierung von Marihuana haben am Samstagnachmittag die Prager Letna-Ebene besetzt. Etwa 1500 Menschen nahmen am Marsch für die Legalisierung von Marihuana teil, der in Prag auf dem Altstädter Ring gestartet wurde. Die Marihuana-Anhänger begaben sich von der Altstadt auf die Letna-Ebene. Die tschechische Hauptstadt schloss sich damit dem internationalen "Million Marihuana March" an. Auf der Letna stellten sich mehrere Musikgruppen vor, die den Gedanken der Legalisierung von Marihuana unterstützen.
Jiri Lajtoch ist neuer Senator für die CSSD
Der Bürgermeister der mährischen Stadt Prerov / Prerau, der Sozialdemokrat Jiri Lajtoch, ist zum Senator gewählt worden. Im zweiten Wahlgang erhielt der Sozialdemokrat 53 Prozent der Stimmen und siegte über den Kommunisten Josef Nekl. Die Bewohner der Region von Prerov haben einen Nachfolger von Jitka Seitlova gewählt. Seitlova ist im Februar dieses Jahres Stellvertreterin des Ombudsmanns geworden und trat vom Posten im Senat zurück.
Deutscher Theologe: Niedrige Geburtenrate, Terrorismus und der Iran gefährden Israel
Die demografische Entwicklung der jüdischen Population, die Motivation der Palästinenser zu Terrortaten und die Haltung des Iran stellen die größte Bedrohung für den Staat Israel dar. Das sagte der deutsche Journalist und Theologe Johannes Gerloff am Freitag auf einer Pressekonferenz in Pardubice. In der ostböhmischen Stadt wurde am Freitag eine dreitätige Konferenz mit dem Titel "Pardubice für Israel" eröffnet. Nach Gerloffs Meinung wird es schwierig sein, die Motivation der Palästinenser für ihre gegen Israel gerichteten Terrortaten zu beseitigen. Die jungen Menschen gehen dem Journalisten zufolge in den Tod, weil sie die Hoffnung haben, dass sie erst danach ein wirkliches Leben erwarte. Sie nehmen es nach Gerloffs Meinung sehr ernst, und gegen diese Ideologie seien, so Gerloff, bislang alle machtlos.
Übersetzer Eckhard Thiele wurde mit "Premia Bohemica" ausgezeichnet
Die Tschechische Schriftstellergemeinde (Obec spisovatelu) hat am Freitag auf der Prager Buchmesse den deutschen Übersetzer und Literaturkritiker Eckhard Thiele mit dem Preis "Premia Bohemica" ausgezeichnet. Thiele befasst sich viel vor allem mit Karel Capeks Werken. Außerdem übersetzte er beispielsweise auch Werke von Jaroslav Seifert, Vitezslav Nezval und Karel Hynek Macha. Die Schriftstellergemeinde würdigte auch Thieles Teilnahme an der Herausgabe der Buchreihe der "Tschechischen Bibliothek" in der Deutschen Verlags-Anstalt. Mit dem Preis "Premia Bohemica" wird jedes Jahr ein ausländischer Bohemist ausgezeichnet, der Wissen über die tschechische Literatur in der Welt verbreitet.
Tom Stoppard wurde Ehrendoktortitel der Brünner Akademie der Musischen Künste verliehen
Dem britischen Dramatiker Tom Stoppard wurde am Samstag an der Janacek-Akademie der Musischen Künste (JAMU) in Brno / Brünn der Ehrendoktortitel verliehen. Den Worten des Dekans der Theaterfakultät der Akademie, Josef Kovalcuk, zufolge verdient Stoppard diese Ehrung aus mehreren Gründen: Neben der sprachlichen und stilistischen Brillanz seiner Werke unter anderem für die Unterstützung der tschechischen Dissidenten. Stoppard ist 1937 im mährischen Zlin als Tomas Straussler geboren. Die Heimat verließ er als zweijähriger. Seine Mutter ließ sich mit ihm in Großbritannien nieder, der Vater starb während des Zweiten Weltkriegs. Der Dramatiker interessiert sich sein ganzes Leben lang für das Land seiner Vorfahren.
Einigen Regionen droht wegen Dürre Brandgefahr
Die Bewohner der Landkreise Karlovy Vary / Karlsbad, Liberec / Reichenberg und Usti nad Labem / Aussig werden in diesen Tagen vor der Brandgefahr gewarnt. Das Tschechische Institut für Hydrometeorologie machte darauf aufmerksam, dass in diesen Regionen bis Montagabend wegen einer lange dauernden Dürre die Brandgefahr droht. Denn in allen erwähnten Landkreisen wird es bis Montagabend nicht regnen.
Wetter
Am Sonntag wird es in Tschechien bewölkt bis bedeckt sein, im Südosten des Landes ist mit Regenschauern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 13 bis 17 Grad.





