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- Außenminister Schwarzenberg diskutierte mit Bürgermeistern über US-amerikanische Radaranlage
- Russischer Botschafter schließt eine Änderung der Haltung zur Radaranlage nicht aus
- Karfreitag wird in Tschechien immer noch nicht als Staatsfeiertag gelten
Außenminister Schwarzenberg diskutiert mit Bürgermeistern über US-amerikanische Radaranlage
Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg ist am Dienstag mit den Bürgermeistern mehrerer Gemeinden zusammengetroffen, die in der Nähe des Armeegeländes Brdy liegen. Zur Debatte stand die Stationierung einer Radaranlage des geplanten US-amerikanischen Raketenabwehrsystems. Die Bürgermeister teilten dem Außenminister mit, dass sie nur über wenige Informationen über die geplante US-amerikanische Radarbasis verfügen. Einige Gemeinden beabsichtigen deswegen, ein lokales Volksreferendum über die Stationierung der Radaranlage zu organisieren. Der Außenminister erklärte, dass eine Informationskampagne nicht früher gestartet werden konnte, weil die offizielle Note bezúglich einer eventuellen Stationierung der Radaranlage von den USA erst vor kurzem gestellt wurde. Der Außenminister einigte sich mit den Bürgermeistern darauf, dass die Gemeinden stärker vom Staat unterstützt werden müssen.
Russischer Botschafter schließt eine Änderung der Haltung Russlands zur Radaranlage nicht aus
Der russische Botschafter in Prag, Alexej Fedotow, hat nicht ausgeschlossen, dass Russland seine jetzige ablehnende Haltung gegenüber der geplanten Stationierung einer US-amerikanischen Radaranlage in Tschechien ändern könnte. Darüber informierte der Botschafter am Dienstag nach seinem Treffen mit dem Parteichef der tschechischen Sozialdemokraten, Jiri Paroubek. Paroubek informierte den russischen Botschafter über die ablehnende Haltung der tschechischen Sozialdemokraten. Fedotow zufolge führen die russischen und US-amerikanischen Militärexperten jetzt einen Dialog. Nach den Worten Fedotows erwarten die Russen, dass ihre Fragen bezüglich der Radaranlage dabei beantwortet werden.
NATO-Vizegeneralsekretär: USA werden Russland über die Radarverhandlungen informieren
Die USA werden Russland über die Verhandlungen mit Tschechien und Polen im Zusammenhang mit dem geplanten Raketenabwehrsystem informieren. Dies gabe der Vizegeneralsekretär der NATO, John Colston, am Dienstag in Brüssel bekannt. Colston zufolge könnte das US-amerikanische Raketenabwehrsystem eines der Themen beim bevorstehenden Treffen der Verteidigungsminister der NATO-Staaten in Sevilla sein.
Riman: In Tschechien könnte es künftig an Strom mangeln
In einigen Jahren könnte der Tschechischen Republik der Strom ausgehen. Das sagte der tschechische Minister für Industrie und Handel, Martin Riman, am Dienstag während des "Zofin-Forums" in Prag. Riman zufolge wird es künftig notwendig sein, die eigene Energieproduktion zu stärken. Der Minister erklärte weiter, dass es mit Energiersparen allein nicht getan ist. Eine aus unabhängigen Experten zusammengestellte Kommission soll nach möglichen Lösungen für die Energieversorgung suchen. Derzeit ist die Tschechische Republik noch in der Lage, Strom ins Ausland zu liefern.
Karfreitag wird kein Staatsfeiertag sein
Der Karfreitag wird in Tschechien vorläufig kein Staatsfeiertag. Der Vorschlag des Senats, den Karfreitag als Staatsfeiertag einzuführen, wurde am Dienstag vor allem von den sozialdemokratischen und kommunistischen Abgeordneten abgelehnt. Das Oberhaus des tschechischen Parlaments hatte im selben Gesetzentwurf - ebenfalls erfolglos - vorgeschlagen, den Internationalen Frauentag am 8. März von der Liste der bedeutenden tschechischen Tage zu streichen. Als Grund dafür wurde genannt, dass dieser Tag in der Zeit des kommunistischen Regimes für Propagandazwecke genutzt wurde. Senator Martin Mejstrik beabsichtigt, bald noch einmal einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Dieser werde sich, so Mejstrik, stärker auf den Karfreitag konzentrieren. Die Miteinbeziehung des Internationalen Frauentags in den Entwurf habe, so der Senator, dem Vorschlag geschadet.
Sean Lennon zum ersten Mal in Prag
In der Prager Lucerna Bar ist am Montag Sean Lennon, der Sohn des legendären Mitglieds der Gruppe Beatles, aufgetreten. Bei seiner ersten Prag-Visite stellte er sein neues Album Friendly Fire vor. Er sei nicht nur der Sohn seiner Eltern, sondern vor allem Musiker, sagte Sean Lennon in einem Interview mit der Tageszeitung Mlada fronta Dnes.
Trauerfeier für Karel Svoboda wurde live im Internet übertragen
Mehr als eintausend Menschen haben an der Trauerfeier für den Komponisten Karel Svoboda teilgenommen, die am Dienstag im Krematorium in Prag - Strasnice stattfand. Der Internetserver iDnes übertrug die Trauerfeier live im Internet. Unter den Trauergästen waren auch der Pop-Sänger Karel Gott und der ehemalige tschechische Premier Jiri Paroubek. Svoboda hatte sich am 28. Januar im Alter von 68 Jahren im Garten seines Hauses in Jevany bei Prag erschossen. Er hinterließ eine Frau und einen knapp zweijährigen Sohn.
Biathlon-WM: Zweite Medaille für Slesingr
Der tschechische Biathlet Michal Slesingr hat bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz in Italien seine zweite Medaille gewonnen. Nach Silber im Sprint gewann Slesingr am Dienstag im Einzelrennen über 20 Kilometer die Bronzemedaille. Erster wurde Raphael Poiree aus Frankreich, den zweiten Platz belegte Michael Greis aus Deutschland.
Tomas Rosicky zum tschechischen Fußballer des Jahres 2006 gewählt
Der frühere Bundesliga-Profi Tomas Rosicky vom englischen Premier-League-Klub Arsenal London hat die Wahl zum "Tschechischen Fußballer des Jahres 2006" gewonnen. Der Kapitän der tschechischen Fußballnationalmannschaft wurde zum Kicker des Jahres in Tschechien bereits 2001 und 2002 gewählt. Den zweiten Platz belegte in der Umfrage der Torwart Petr Cech vom englischen Klub FC Chelsea, dritter war Pavel Nedved von Juventus Turin. Rosicky hält das Jahr 2006 für eines der besten Jahre seiner Profi-Karriere, die einzige Enttäuschung war der Misserfolg des tschechischen Teams bei der Fußball-WM in Deutschland.
Das Wetter:
Am Mittwoch wird es in Tschechien bewölkt bis bedeckt sein mit gelegentlichen Schneeschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen Null und vier Grad Celsius, in höheren Lagen um -2 Grad Celsius.





