Mit Versöhnungsmarsch wird an Opfer der Vertreibung erinnert

Rund 300 Menschen begaben sich am Samstag auf den 30 Kilometer langen Versöhnungsmarsch aus Pohořelice / Pohrlitz nach Brno / Brünn. Sie erinnerten damit an die Opfer des sogenannten Brünner Todesmarsches von Mai 1945. In der letzten Mainacht des Jahres 1945 wurden rund 20.000 Brünner Bewohner deutscher Muttersprache – Senioren, Frauen und Kinder – aus ihrer Heimatstadt vertrieben. Mehr als 1700 von ihnen überlebten den anstrengenden Weg bis zur österreichischen Grenze nicht. Die Wallfahrt der Versöhnung begann mit einem Gebet am Kreuz, das am Massengrab in Pohořelice steht. Die Teilnehmer des Versöhnungsmarsches gingen weiter über Rajhrad / Raigern und Modřice / Mödritz auf den Mendel-Platz in Brünn. Interessenten konnten sich dem Marsch anschließen. Die Gedenkveranstaltung war Bestandteil des Festivals Meeting Brno.