Ministerin Malá weist Plagiatsvorwurf zurück – Premier Babiš steht ihr bei

Justizministerin Taťána Malá (Ano-Partei) hat am Freitag erneut den Vorwurf zurückgewiesen, dass sie bei ihrer Magisterarbeit vom Jahr 2011 Passagen anderer Dissertationen identisch übernommen habe. Nach einem Bericht des Tschechischen Rundfunks vom Donnerstag soll Malá in ihrer Magisterarbeit Abschnitte aus der Diplomarbeit einer Brünner Studentin komplett übernommen haben, und dies sogar mit zwei Tippfehlern. Außer dieser Diplomarbeit soll Malá in ihrer Abhandlung einen Teil eines Lehrbuchs über das Familienrecht abgeschrieben haben, ohne ihn zu zitieren.

Wie Malá nach ihrer Einführung in das Ministeramt erklärte, könne sie nicht ausschließen, die Angaben von Zitaten in ihrer Arbeit versäumt zu haben, auf keinen Fall sei dies jedoch mit Absicht geschehen. Sie verwies darauf, dass ihre Magisterarbeit von den Kontrollorganen der Universität nicht beanstandet wurde und sie diese ebenso verteidigt habe. Das hat die private Paneuropäische Hochschule in Bratislava am Freitag auf Nachfrage bestätigt.

Premier Andrej Babiš (Ano-Partei) hatte Taťána Malá zuvor als letztes Mitglied seines neuen Kabinetts in ihr Amt eingeführt. Vor Journalisten sagte er, es handele sich hierbei um eine Kampagne gegen Malá, die Ministerin habe daher seine Unterstützung.