Medienbericht: EU-Antibetrugsbehörde ermittelt gegen Babišs Agrofert-Konzern

Die EU-Antibetrugsbehörde OLAF ermittelt gegen den Lebensmittelkonzern Agrofert von Tschechiens Vizepremier Andrej Babiš. Dies meldet das Nachrichtenportal neovlivni.cz am Dienstag. Den Vorwürfen zufolge sollen die Manager von Agrofert Vorschriften für EU-Subventionen aus dem Förderprogramm OPPIK zu ihren Gunsten geändert haben. Als Beweis dafür liegt offenbar ein Brief des stellvertretenden Agrofert-Vorstands Petr Cingr an Staatssekretär Tomáš Novotný im Industrieministerium vor. Die von Brüssel vorgegebene Zuteilungsobergrenze von 20 Prozent für große Firmen wurde demnach auf 40 Prozent erhöht. Die anonyme Anzeige ging Ende 2015 bei mehreren europäischen Institutionen ein. Laut neovlivni.cz hat die EU-Kommission das Amt für Betrugsbekämpfung eingeschaltet. Der Agrofert-Konzern im Besitz von Finanzminister und Ano-Parteichef Babiš ist das viergrößte Unternehmen Tschechiens.