Kreisräte in Brünn begrüßen Zeman nicht

Präsident Miloš Zeman wurde zu Beginn seines dreitägigen Besuchs im Südmährischen Kreis in Brno / Brünn nicht einmal von der Hälfte der 65 Kreisräte begrüßt. Am Treffen mit Zeman nahmen nicht teil die Vertreter der konservativen Top 09, der Initiative Žít Brno, die Grünen, die Mehrheit der Christdemokraten, ein Teil der Bürgerdemokraten und der Sozialdemokraten. Die Top 09, die Mitglied der Kreiskoalition ist, hält Zemans Reisen für eine Wahlkampagne, die aus dem Geld der Steuerzahler finanziert wird. Der stellvertretende Kreishauptmann Jan Vitula (Top 09) erklärte, dass Tschechien einen besseren Staatspräsidenten verdienen würde. Zemans Reisen werden von der Kreisverwaltung finanziert. Sein Besuch im Mai dieses Jahres kostete den Kreis mehr als 700.000 Kronen (27340 Euro). Die Kreisräte wollen jetzt sparen.

Die Vertreter der Top 09 und von Žít Brno nahmen bereits im Mai dieses Jahres am Treffen mit Zeman nicht teil. Sie erinnerten an die damaligen vulgären Erklärungen des Präsidenten in den Medien sowie an eine angebliche Verletzung der Verfassung bei der Lösung der damaligen Regierungskrise.