Justizministerin Malá weist Plagiatsvorwürfe zurück

Die neue tschechische Justizministerin Taťana Malá von der Partei Ano kämpft mit Plagiatsvorwürfen. Die Politikerin habe in ihrer Diplomarbeit über die „mikroklimatischen Bedingungen bei der Aufzucht von Kaninchen“ aus dem Jahr 2005 ganze Abschnitte aus einer zwei Jahre älteren Abschlussarbeit übernommen, berichtete die Zeitung Právo am Dienstag. Die Politikerin selbst bestreitet das. Die Brünner Mendel-Universität, an der die Arbeit eingereicht wurde, bestätigte zwar eine unsaubere Arbeitsweise, lehnte die Bezeichnung Plagiat aber ab.

Mögliche Unregelmäßigkeiten wurden auch bei Malás Magisterarbeit über Familienrecht an einer slowakischen Privathochschule aus dem Jahr 2011 bekannt. Nach einem Bericht des tschechischen Rundfunks haben Experten mit Hilfe eines Computersystems Übereinstimmungen mit einer anderen Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 festgestellt.