Jagello-Preis: Ex-Präsident Klaus fordert neue Samtene Revolution in Europa

Der Beitritt Tschechiens sei naiv und unentschuldbar unverantwortlich gewesen. Mit diesen Worten hat der tschechische Ex-Präsident Václav Klaus am Samstag den Jagello-Preis der Universität im polnischen Toruń entgegengenommen. Die EU sei demnach ein postdemokratisches und zentralistisches Organ, das weder Rücksicht auf die parlamentarische noch den freien Markt nehme. Da in der EU durch politische Korrektheit, Multikulturalismus und „Humanrightismus“ die freie Meinung unterdrückt würde, sei es Zeit für eine neue Samtene Revolution in Europa, so das ehemalige tschechische Staatsoberhaupt. Der prestigeträchtige Jagello-Preis wird alljährlich von der privaten Universität der polnischen Stadt Toruń für außerordentliche Beiträge für die soziale, politisch, kulturelle oder gesellschaftliche Entwicklung in Mitteleuropa vergeben.