Nachrichten In Tschechien gilt die erste Terrorwarnstufe

22-03-2016 16:00 | Martina Schneibergová

Nach den Terroranschlägen in Brüssel wurde in Tschechien de facto die erste Terrorwarnstufe ausgerufen. Dies teilte Innenminister Milan Chovanec (Sozialdemokraten) nach einer Beratung mit Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) und mit den Vertretern der Geheimdienste mit. Chovanec informierte über die Situation auch die Abgeordneten. Am Dienstagabend trifft die Regierung bei einer Sondersitzung zusammen, um die Ausrufung der ersten Terrorwarnstufe zu billigen. Tschechische Behörden haben keine Informationen darüber, dass ein konkreter Terrorangriff dem Land drohen würde.

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Sicherheitsbehörde deckt „weiße Flecken“ in nationaler Cybersicherheit auf

26-07-2016 17:40 | Lothar Martin

Die Nationale Sicherheitsbehörde (NBÚ) hat am Dienstag Auszüge ihrer Analyse zu den „weißen Flecken“ in der Cybersicherheit der Tschechischen Republik veröffentlicht. Danach gibt es in der öffentlichen Verwaltung ein spürbares Defizit an Experten zur Abwehr der Cyberkriminalität. Unzureichend aufgebaut sei ebenso das Verhältnis zwischen den Lieferanten von Informationstechnologie und den Verwaltern einer kritischen Infrastruktur, heißt es in den Unterlagen. Den Bericht legt die Behörde der Regierung vor. Die darin angeführten kritischen Bemerkungen müssten systematisch befolgt werden, heißt es. 

Das Wetter am Mittwoch: wolkig, später starke Gewitter, bis 30 Grad

26-07-2016 16:39 | Lothar Martin

Am Mittwoch ist es in Tschechien heiter bis wolkig. Zu Tagesbeginn nur vereinzelt, später örtlich Schauer oder Gewitter. Am späten Nachmittag und am Abend nimmt die Bewölkung in Böhmen weiter zu und die Gewitter werden zahlreicher. Teilweise kommt es dann zu heftigen Niederschlägen mit Graupelhagel und Windböen von 20 Meter pro Sekunde. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 26 bis 30 Grad Celsius, im Westen des Landes aber wird es nur 25 Grad warm werden. In Lagen um 1000 Meter werden maximal um die 22 Grad Celsius erreicht. Es weht ein schwacher Wind aus wechselnden Richtungen, der bei Gewittern kräftig auffrischt. 

Kardinal Duka verurteilt Angriff auf Kirche in Frankreich

26-07-2016 16:27 | Lothar Martin

Der Prager Erzbischof Dominik Duka hat den Angriff auf ein Gotteshaus in Frankreich scharf verurteilt. Zwei Angreifer drangen am Dienstagvormittag in eine katholische Kirche in der Nähe von Rouen ein und nahmen fünf Geiseln. Sie töteten einen 84 Jahre alten Priester und verletzten einen weiteren Menschen schwer. Sie hätten sich auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) berufen, sagte Präsident François Hollande. Die mutmaßlichen Täter wurden von der Polizei erschossen.

Mit der Handlung der Angreifer in der Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray sei ein gefährlicher Präzedenzfall eingetreten. Die Kirche, und ganz zu schweigen der Gottesdienst, waren nie und werden auch nimmer ein Platz für Demonstrationen, Aktivismus oder andere Formen einer gewaltsamen Durchsetzung des eigenen Willens sein, betonte das Oberhaupt der tschechischen katholischen Kirche, Kardinal Dominik Duka. 

Naturliebhaber fordern besseren Schutz des tschechischen Böhmerwaldes

26-07-2016 14:11 | Lothar Martin

Mehr als 58 000 Menschen haben in einer Petition einen besseren Schutz des tschechischen Böhmerwalds (Šumava) gefordert. Das teilte die Naturschutzorganisation Hnutí Duha (Regenbogen-Bewegung) am Dienstag in Prag mit. Die weitere Bebauung der Mittelgebirgslandschaft nahe der Westgrenze des Landes mit Ferien- und Wochenendhäusern müsse gestoppt werden. Die Schutzgebiete müssten ausgeweitet und der Schutz der Natur vor die Bewirtschaftung des Waldes gestellt werden. Mit den Forderungen befasst sich nun der Petitionsausschuss des Senats, also der oberen Kammer des Parlaments. In den nächsten Monaten soll das tschechische Parlament über eine Novelle des Naturschutzgesetzes entscheiden. 

Urteil im Sterbehilfe-Prozess: Freispruch für Krankenschwester bestätigt

26-07-2016 11:37 | Markéta Kachlíková

Der Freispruch für eine der ungesetzlichen Sterbehilfe bezichtigte ehemalige Krankenschwester aus der Klinik in Rumburk / Rumburg ist rechtskräftig. In einem Prozess war sie beschuldigt worden, in den Jahren von 2010 bis 2014 in sechs Fällen den Tod von schwerkranken Patienten herbeigeführt zu haben. Das Berufungsgericht in Prag hat am Dienstag die Berufung der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen und somit das Urteil des Kreisgerichts in Ústí nad Labem / Aussig vom Januar bestätigt. Dieses Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass die hauptverdächtigte Krankenschwester die schwerkranken Patienten durch eine Überdosis von Kaliumchlorid getötet habe. Die 50-Jährige war nach dem Tod einer Krebspatientin im vergangenen Juni in Verdacht geraten. 

Regierung plant Investitionen in Hubschrauber-Stützpunkt

26-07-2016 11:12 | Markéta Kachlíková

In die Erneuerung der Infrastruktur des Hubschrauber-Stützpunkts Náměšť nad Oslavou / Namiest an der Oslawa sollen in den nächsten vier Jahren rund 500 Millionen Kronen (18,5 Millionen Euro) investiert werden. Dies gab der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Dienstag bei seinem Besuch im Kreis Vysočina (Böhmisch-Mährische Höhe) bekannt. Um das Jahr 2020 sollen auch die dort noch genutzten russischen Hubschrauber durch neue Maschinen ersetzt werden, ergänzte der Regierungschef. Dies werde ein weiterer Schritt sein auf dem Weg, das russische Militärgerät aus den Beständen der Tschechischen Armee zu entfernen, so Sobotka. Die neuen Hubschrauber sollen zur Verteidigung der Tschechischen Republik und zu Auslandsmissionen eingesetzt werden, aber ebenso bei Rettungsoperationen. Am Fliegerhorst in Náměšť nad Oslavou sind derzeit sechzehn Transporthubschrauber Mi-171Š und zehn Kampfhubschrauber Mi-24/35 untergebracht. 

Prag führt Einfuhrkontrollen zu gebietsfremden Tieren ein

26-07-2016 10:24 | Markéta Kachlíková

Tschechien wird ab August Kontrollen zur Einfuhr von gebietsfremden Tierarten einführen. Dies gab der Sprecher der Staatlichen Veterinärverwaltung (SVS), Petr Pejchal, am Dienstag bekannt. Die Kontrollen werden von Tierärzten auf dem Flughafen in Prag vorgenommen. Überprüft wird vor allem, ob die Tiere invasiv sind oder nicht. Eine entsprechende Richtlinie wurde im Juli von der EU-Kommission gebilligt. Dadurch soll verhindert werden, dass durch die übermäßige Vermehrung dieser Tierarten die Biodiversität und die Ökosysteme in Europa bedroht werden. Auf der Liste der verbotenen Tiere stehen unter anderem die Rotwangen-Schmuckschildkröte, Biberratten sowie einige Fische, Krustentiere und Wirbellose. Bei nichterlaubter Einfuhr in die Tschechische Republik drohen Geldstrafen in Höhe von 20.000 bis zu einer Millionen Kronen, das sind 740 bis 37.000 Euro. 

EU-Türkei-Abkommen: Tschechien nimmt 80 Flüchtlinge auf

26-07-2016 09:07 | Markéta Kachlíková

Tschechien wird 80 syrische Flüchtlinge aufnehmen, die derzeit in türkischen Flüchtlingslagern leben. Die Aufnahme der Migranten erfolgt auf der Basis des EU-Türkei-Abkommens, bestätigte die Sprecherin des tschechischen Innenministeriums, Hana Malá, am Dienstag der Tageszeitung „Lidové noviny“. Das genaue Datum des Transfers wurde nicht genannt. Laut dem Regierungsbericht über die Migration sollen die Syrer bis Ende Oktober in Tschechien ankommen. Tschechien habe bereits Listen mit den interessierten Personen erhalten, die derzeit von Sicherheitsdiensten überprüft würden, schreibt „Lidové noviny“. Dem Flüchtlingsabkommen vom März zufolge soll die Türkei die nach Griechenland illegal eingereisten Migranten der EU abnehmen; dafür dürfen Syrer aus den Flüchtlingslagern in der Türkei legal nach Europa einreisen. Bisher wurden etwa 800 Flüchtlinge im Rahmen des Abkommens umgesiedelt. 

Das Wetter am Dienstag, 26. Juli

25-07-2016 19:05 | Markéta Kachlíková

Am Dienstag ist es in Tschechien nach Frühnebel meist leicht bewölkt bis bewölkt. Im Tagesverlauf örtlich mit Schauern oder auch Gewittern, vereinzelt mit heftigen Regenfällen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei Werten zwischen 25 und 29 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden maximal 21 Grad Celsius erreicht. 

Polizeibericht: Kriminalität in Tschechien sinkt

25-07-2016 19:02 | Markéta Kachlíková

Die Kriminalität in Tschechien ist im ersten Halbjahr 2016 um 11,6 Prozent gesunken. Die Polizei hat insgesamt 115.314 Straftaten registriert. Die Zahl der bisher aufgeklärten Fälle liegt bei 43,5 Prozent, das ist der gleiche Anteil wie im ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Statistiken wurden am Montag von der Polizei veröffentlicht. Von Januar bis Juni wurden in Tschechien 7735 Gewalttaten gemeldet, das waren 737 Fälle weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der leichteren Delikte ging zurück. Im vergangenen Jahr sank die Kriminalität hierzulande um 14,2 Prozent auf insgesamt 247.628 Straftaten. Gründe dafür sind laut der Polizei das ökonomische Wachstum, die sinkende Arbeitslosenrate, der höhere Lebensstandard und eine bessere Sicherung von Häusern und Wohnungen gegen Einbruch. 

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